Landwirtschaft und ländliche Räume

Gesunde Lebensmittel, die Überwindung des Hungers bei steigender Weltbevölkerung, Rohstoffe und Energie angesichts endlicher Vorräte, der Schutz und die Bewahrung der biologischen Vielfalt und unserer al ten Kulturlandschaften, die Gestaltung der Lebensbedingungen für die Menschen im ländlichen Raum und diejenigen, die hier ihre Freizeit verbringen, der Umgang mit Tieren ….Landwirtschaftspolitik ist mehr als Politik für einen Wirtschaftszweig.
Die Mehrzahl der Menschen im ländlichen Raum arbeitet längst nicht mehr in der Landwirtschaft, ist aber enger als andere mit dieser verbunden. Die SPD will von einer reinen Landwirtschaftspolitik weg und hin zu einer integrierten „Politik für die ländlichen Räume“, die sich den Herausforderungen durch demographische Veränderungen, wirtschaftlichen Strukturwandel, veränderte Gesellschaftsbedingungen sowie ökologischen Wandel stellt und Antworten darauf findet.

Für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume
Wer eine gute Politik für die Menschen in den ländlichen Räumen machen möchte, muss neben einer nachhaltigen Landwirtschaftspolitik vor allem auch eine nachhaltige Entwicklung von Wertschöpfung und Infrastruktur im ländlichen Raum fördern.
Mehr: „6 Thesen zur Entwicklung ländlicher Räume“
Pressemitteilung „Beschlüsse zur Agrarreform: Chancen wurden nicht genutzt“
Für eine nachhaltige, klimafreundliche Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist in Bezug auf den klimawandel zugleich Opfer und Täter. Sie ist Ursache und Teil der Lösung. die SPD-Bundestagsfraktion will die Landwirtschaft unterstützen, sich auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen und die Grundlagen für eine nachhaltige klimafreundliche Landwirtschaft schaffen.
Mehr:
Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion

Wald ist Lebensraum und Ressource
Die SPD ist in der großen Koalition dafür eingetreten, die Bedingungen für die oft kleinbetriebliche strukturierte Waldwirtschaft in Deutschland zu verbessern, um insgesamt reichlichen Vorräte an Holz im Interesse von Wirtschaft und Klima besser nutzen zu können. Sie verlangt aber gleichzeitig, die Grundsätze für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung neu zu fassen, um Raubbau zu verhindern und den Schutz der Arten im Wald zu gewährleisten. Dies ist uns in der großen koalition aber nicht gelungen:
Pressemitteilung „SPD für nachhaltige Waldbewirtschaftung“

Von der Ladentheke her denken: Wahlfreiheit in Sachen Gentechnik !
Die Chancen der Landwirtschaft liegen in der Wertschätzung ihrer Kundinnen und Kunden für die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse. Die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher - und ich persönlich auch - lehnt Gentechnik in ihren Lebensmitteln ab. Die SPD hat deshalb ein strenges Gentechnikrecht in Deutschland durchgesetzt und eine verlässliche Kennzeichnung von Produkten "ohne Gentechnik" und sie drängt auf eine Änderung des europäischen Gentechnikrechts: Die Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen müssen umfassender en Schutz von Umwelt und Gesundheit gewährleisten, sie dürfen die gentechnikfreie Lebensmittelproduktion nicht gefährden und es muss die Einrichtung verbindlicher gentechnikfreier Regionen ermöglicht werden.
Oft gestellte Fragen zur Grünen Gentechnik finden Sie
hier.
Stellungnahme der SPD-Berichterstatter: „Die weitere Novellierung des Gentechnikrechts – Eckpunkte für einen fairen Ausgleich der Interessen“
Antragsentwurf „Für eine nachhaltige Weiterentwicklung des europäischen Gentechnikrechts“
Pressemitteilung „Ohne Gentechnik als Marktchance für Milchviehhalter"
Pressemitteilung "Keine Aufweichung der strengen EU-Regelungen durch die Hintertür"
Tierschutz verwirklichen
Die SPD hat durchgesetzt, dass der Tierschutz im Grundgesetz verankert wird. vor allem in der landwirtschaftlichen Tierhaltung müssen die Interessen des Tierschutzes besser durchgesetzt werden.
Pressemitteilung "Tierschutz verbessert, Arbeitsplätze gesichert"
Nahrungsmittelpreise kontrollieren
Durch die im Frühjahr 2008 weltweit dramatisch angestiegenen Nahrungsmittelpreise hat die Diskussion um angemessene und nachhaltige Wege der landwirtschaftlichen Produktion eine neue Dynamik erhalten. Einem erheblichen Preisanstieg unter anderem durch erhöhte Nachfrage aus Schwellenländern, die Produktion von erneuerbaren Energien, Missernten und Spekulationen folgte Produktionsausweitung in vielen Regionen, aber auch der Einbruch von Erzeugerpreisen durch Überangebot und - verstärkt von Finanz- und wirtschaftskrise - mangelnde Nachfrage.
Die Klimaproblematik trifft die Landwirtschaft in doppelter Weise. Durch zunehmende Wetterextreme werden die Bedingungen für die Produktion immer schwieriger; gleichzeitig soll die Landwirtschaft neben der Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung einen deutlichen Beitrag zur Energieerzeugung Gase leisten und sie muss insgesamt klimafreundlicher werden.
Bei wachsender Weltbevölkerung und den erkennbaren Änderungen der Ernährungsgewohnheiten in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist es erforderlich, in Zukunft mehr Nahrungsmittel naturverträglich zu produzieren. Diese müssen gleichzeitig gerechter als bisher verteilt werden.
Schutz für Imker und Bienen
Pressemitteilung SPD unterstützt Forderung der Imkerverbände nach stärkerer Berücksichtigung ihrer Interessen