Verbraucherschutz betrifft jeden: vom Handyvertrag, über die Dose Ravioli aus dem Supermarkt, bis zu Bücherbestellung im Internet – Unkenntnis über Waren und Dienstleistungen können Verbraucherinnen und Verbraucher schaden.
Der Verbraucherschutz soll den Bürger als Verbraucherin und Verbraucher schützen, indem Hersteller und Vertreiber von Waren sowie Dienstleistungsanbieter dazu gebracht werden, Informationen über ihre auf dem Markt angebotenen Waren und Dienstleistungen offen und transparent darzulegen.
Der „Informierte Bürger“ steht im Mittelpunkt des Verbraucherschutzes: denn bewusste Entscheidungen können nur dann getroffen werden, wenn Informationen offen verfügbar und transparent erhältlich sind.
In der öffentlichen Wahrnehmung der letzten Zeit ist die Notwendigkeit eines starken Verbraucherschutzes deutlich geworden. Datenschutzskandale („Datenklau“), Lebensmittelskandale („Gammelfleisch“), gesundheitsgefährdende Haushaltsgeräte und Spielzeuge („Mattel“), neue Vertragsformen mit undurchsichtigen Preisstrukturen bzw. nichtlesbaren Vertragsklauseln, oder undurchsichtige und risikoreiche Geschäfte mit Finanzdienstleistern („Finanzkrise“) stellen Verbraucherinnen und Verbraucher vor immer neue Herausforderungen.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen ist der Gesetzgeber gefordert. Die SPD setzt sich seit langem für einen verbesserten Verbraucherschutz ein. Trotz Widerständen besonders von Seiten der CDU/CSU, konnten zahlreiche Gesetzesinitiativen zur Verbesserung und Stärkung des Verbraucherschutzes beschlossen werden.
Zentrale Fortschritte im Verbraucherschutz wurden erreicht durch das Inkrafttreten des Verbraucherinformationsgesetz, des Gentechnikgesetzes u.a. mit dem Zusatz der „Ohne-Gentechnik“- Kennzeichnungsregelung und des Telekommunikationsgesetzes.
Trotz der bisherigen Erfolge im Verbraucherschutz setzen wir uns weiterhin für mehr Rechte der Verbraucher als Kunden, Patienten und Anleger ein. Wir treten für ein Höchstmaß an Sicherheit, Transparenz und Wahlfreiheit sowie für einen besseren Rechtsschutz ein.
Aussagekräftige Informationen, die Offenlegung von Risiken und der Schutz vor unlauterem Wettbewerb oder unseriösen Markpraktiken sollen dazu beitragen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sich bewusst entscheiden können.
Angesichts der neu aufgedeckten Datenschutzskandale bei der Deutschen Bahn müssen CDU/CSU endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und der von uns vorgeschlagenen Regelung zur rechtlichen Absicherung von Arbeitnehmern zustimmen, die Missstände und Rechtsverstöße offenlegen.
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich im weiterem für mehr Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen ein. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise haben deutlich gemacht, dass die Position der Verbraucherinnen und Verbraucher bei Geschäften mit Finanzdienstleistungen gestärkt werden muss. In Folge der Krise haben zahlreiche Anleger bei risikoreichen Anlageentscheidungen Geld verloren, ohne sich über das Risiko des Anlageproduktes bewusst gewesen zu sein. Die SPD wird in diesem Bereich offensiv Gesetzesänderungen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vorantreiben.
Seit dem Regierungsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung sieht es sprichwörtlich schwarz aus für den Verbraucherschutz. Grund genug für die SPD Bundestagsfraktion ein Schwarzbuch Ilse Aigner aufzulegen. Darin werden alle gebrochenen Versprechen der Ankündigungsministerin aufgelistet. Eine erste Auflistung finden Sie hier.
© 2012 Ulrich Kelber, MdB