Berlin ist eine Reise wert!


Foto:pixelio.deKeine andere Stadt in Europa hat in den letzten 20 Jahren so tief greifende Veränderungen erlebt wie Berlin, und noch immer wandelt sich das „Gesicht“ dieser Stadt stetig. Es wird saniert und gebaut, die Wunden der jahrzehntelangen Trennung sind verheilt und dort, wo sich einst der Todesstreifen befand, pulsiert heute das Leben in Berlins neuer Mitte. Auch wenn Bonn meine aFoto:pixelio.debsolute Lieblingsstadt ist und bleibt, finde ich es doch unheimlich spannend, in Berlin zu arbeiten und kann jedem Bonner nur empfehlen, sich einmal selbst  anzusehen, wie viel sich in den letzten Jahren verändert hat. Wenn Sie im Rahmen einer Besucherfahrt über das Bundes-presseamt nach Berlin kommen möchten, finden Sie unter „Besucherfahrt“ das entsprechende Formular zur Anmeldung. Für private Berlin-Besucher, die gerne den Deutschen Bundestag besichtigen möchten, hat der Bundestag eine Broschüre mit vielen nützlichen Hinweisen herausgebracht.

Hier finden Sie meine persönlichen Ausflugs- und Kulturtipps für eine rundum gelungene Berlin-Reise. Weitere Anregungen finden Sie bei den "Berlin-Links".



Scheunenviertel und Hackescher Markt

Das Scheunenviertel im Bezirk Mitte nordwestlich des Alexanderplatzes hatte lange Zeit den Ruf eines Armenviertels und war seit dem 19. Jahrhundert eine Hochburg des jüdischen Lebens in Berlin. Davon zeugt die wunderschöne Synagoge in der Oranienburger Straße. Gleich nebenan liegen die Heckmann-Höfe, die unter anderem mit Berlins einziger Bonbonfabrik aufwarten können, bei deren Produktion man zusehen kann. Besonders auf der Alten Schönhauser, der Rosenthaler- und der Münzstraße finden sich viele kleine, aber feine Geschäfte, von Schuh- über Bekleidungs-, Second Hand und Schmuckgeschäften bis hin zu Fachgeschäften für Antik- und Designermöbel. Ein Abstecher in die Hackeschen Höfe und die benachbarten, neu renovierten Rosenhöfe mit ihren zahlreichen Geschäften und gastronomischen Angeboten lohnt sich immer, auch wenn die Preise hier nicht ohne sind. Besonders sehenswert ist die Sophienstraße, die von der Rosenthaler Straße in Richtung Torstraße führt. Diese recht enge Gasse wurde schon 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlin herausgeputzt, während das Viertel ringsherum verfiel. Seit der Wende 1989 hat das Scheunenviertel sein Gesicht radikal verändert und ist heute alles andere als das Armenhaus Berlins. U Weinmeisterstraße, Rosenthaler Platz, S Hackescher Markt.


 

Museum für Naturkunde

 

Meine Kinder lieben dieses Museum vor allem wegen des weltweit höchsten Dinosaurierskeletts. Endlich, nach langer restaurierungsbedingter Pause, ist dieses seit Juli 2007 wieder an seinen Stammplatz in der Eingangshalle des Museums zurückgekehrt. Doch auch allein die Dioramen von 1918 bis 1925 sind einen Besuch wert. In riesigen Glaskästen werden hier (ausgestopfte) Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt, ähnlich wie im Museum Koenig in Bonn. Für weitere Infos besuchen Sie die Website des Museums.

 


Linie 100 Rundfahrt

Der „Hunderter“ ist eine touristische Institution in Berlin! Vergessen Sie die überteuerten Touristenbusse und lassen sie sich zum Preis eines Einzelfahrscheins einmal von West (Bahnhof Zoo) nach Ost (Alexanderplatz) fahren, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten. Sie können jederzeit aussteigen und mit dem nächsten Bus die Reise fortsetzen. Die Route umfasst unter Anderem

 

 

Weitere Infos zu sämtlichen Berliner Verkehrsmitteln finden Sie im Internet bei der BVG.



Reichstagskuppel

Wollten Sie auch schon immer mal den Politikern „aufs Dach steigen“? Ein Abstecher in die Reichstagskuppel macht`s möglich und lohnt sich nicht nur bei klarem Himmel (dann ist die Schlange natürlich auch besonders lang…). Von dort haben Sie einen fantastischen Ausblick vom Berliner Dom über das Brandenburger Tor und den Tiergarten bis zum Kanzleramt. Sie müssen sich nicht anmelden, sondern lediglich in die Schlange am Hauptportal des Reichstagsgebäudes einreihen. Und die Wartezeit ist meist kürzer als es auf den ersten Blick scheint.



 

Abstecher nach Potsdam

Brandenburgs Landeshauptstadt ist nicht nur wegen des Schlosses Sanssouci und der dazugehörigen wunderschönen Parkanlage einen Abstecher wert (mit dem RE ab Zoo, Friedrichstraße oder Ostbahnhof oder mit der S 1 bis Potsdam Hauptbahnhof bzw. Park Sanssouci). Unbedingt sehenswert ist auch das Holländische Viertel nahe des Schlossparks mit seiner sehr schön restaurierten Fußgängerzone und – falls Sie etwas mehr Zeit haben – die Biosphäre Potsdam (vom Hauptbahnhof bequem mit der Straßenbahn zu erreichen) – ein in Deutschland einzigartiger tropischer (Indoor-)Garten mit 20.000 Pflanzen, in dem besonders Kinder auf ihre Kosten kommen.

Biosphäre Potsdam ; www.potsdamtouroismus.de



Karl-Marx-Allee / Frankfurter Allee

Diese sozialistische Prachtstraße, die in der ehemaligen DDR den Namen Stalinallee trug, war einst nicht nur für den Verkehr, sondern auch für Massenaufmärsche und Paraden gedacht. Vom Straus- berger Platz im Westen bis zum U-Bahnhof Samariterstraße im Osten kann man rechts und links der sechsspurigen Allee die „Arbeiterpaläste“ im Zuckerbäckerstil bewundern, wie sie in den frühen 50er Jahren nach Moskauer und Leningrader Vorbild erbaut worden sind.

Besondere Bedeutung erlangte die Straße beim Volksaufstand am 17. Juni 1953. Die Arbeiter auf den Großbaustellen der damaligen Stalinallee begannen am 16. Juni mit Streiks gegen die vom Zentralkomittee der SED angeordnete allgemeine Erhöhung der Arbeitsnormen.

Mein Tipp: Mit der U 5 von Alexanderplatz bis Strausberger Platz fahren und von dort zu Fuß weiter in Richtung Osten. Kurz vor dem U-Bahnhof Samariterstraße rechts in die Niederbarnimstraße einbiegen, diese führt geradewegs auf die Simon-Dach-Straße, in der es viele kleine Geschäfte und noch mehr Cafés, Bars und Kneipen zu entdecken gibt. Die benachbarte Wühlischstraße wurde  in einem  hippen Reiseführer schon als die "neue Kastanienallee" (eine sehr trendige Einkaufsstraße, die von Mitte in den Prenzaluer Berg führt) bezeichnet.

Wem der Fußweg zu lang ist, der kann jederzeit mit der U5 den Weg etwas abkürzen!

 

Besuchen Sie auch die Wikipedia-Infoseite mit vielen Fotos.



Museumsinsel

Die Museumsinsel mit ihren fünf großen Sammlungs-gebäuden ist eine der aufwändigsten und langwie-rigsten Baustellen in ganz Berlin. Das zwischen den S-Bahnhöfen Hackescher Markt und Friedrichstraße gelegene, im 2. Weltkrieg erheblich zerstörte Museen-ensemble gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Donnerstagabend ist Museumsabend: Jeweils vier Stunden vor Schließung erhalten alle Besucher freien Eintritt in die Dauerausstellungen. Verlängerte Öffnungszeiten jeden Donnerstag bis 22 Uhr in folgenden Häusern: Neue Nationalgalerie, Pergamon-museum, Alte Nationalgalerie, Ägyptisches Museum und Antikensammlung im Alten Museum. Die neue Nationalgalerie befindet sich in der Nähe des Potsdamer Platzes (Potsdamer Str. 50).


 

Altes Museum 

Ursprünglich für alle Berliner Kunstsammlungen geschaffen, beherbergt das Alte Museum seit 1904 die Antikensammlung.


 

Alte Nationalgalerie

1995 wurde mit den Umbaumaßnahmen im Außenbereich und 1998 mit der Generalsanierung begonnen. Am 2. Dezember 2001 wurde die Alte Nationalgalerie wiedereröffnet.



Bodemuseum

Seit dem 19. Oktober 2006 ist das gesamte Bode-Museum mit der Skulpturensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemäldegalerie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Neues Museum

Seit der  Wiedereröffnung im Oktober 2009 präsentieren sich das Ägyptische Museum und ein Teil des Museums für Vor- und Frühgeschichte im Neuen Museum. Hier kann man die berühmte Nofretete besichtigen.


 

Pergamonmuseum

Das neue, größere Pergamonmuseum wurde als Dreiflügelanlage konzipiert. Heute beherbergt es drei Museen: die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles - Pergamonaltar, Markttor von Milet und Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße von Babylon und Mschatta-Fassade - ist das Museum weltweit bekannt geworden.

 

Tipp: Verbinden Sie doch den Museumsbesuch bei schönem Wetter mit einer Rundfahrt auf der Spree! Zahlreiche Anbieter starten ihre meist einstündigen Touren an den Anlegestellen zwischen Museumsinsel (Neue Wache), Bahnhof Friedrichstraße und Reichstagsgebäude. Kosten: ca. 7 Euro pro Person.


 

Website der Museumsinsel

 

StäV

Sollte Sie trotz all den spannenden Erlebnissen in Berlin doch das Heimweh nach dem Rheinland erfassen, habe ich noch einen besonderen Tipp für alle, die nirgends auf ein echtes Kölsch verzichten möchten:

Als die Bundesregierung vom Rheinland nach Berlin zog wurde die Idee der Ständigen Vertretung geboren. Der Bonner Kneipier Friedel Drautzburg und Harald Grunert eröffneten an der Spree die erste Ständige Vertretung Rheinland. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Berliner Ensemble können Sie hier auch Spezialitäten wie Himmel un Ääd, Sauerbraten und Eifeler Kartoffelsuppe genießen.

 

StäV-Website Schiffbauerdamm 8, am Bahnhof Friedrichstraße



Kreuzberg

Die Oberbaumbrücke verbindet heute wieder Ost- und WestberlinKreuzberg hat viele Gesichter: Von Klein-Istanbul am Kottbusser Tor (von den Einheimischen liebevoll „Kotti“ genannt) über das alternativ-schicke Kreuzberg rund um die Bergmannstraße bis hin zum etwas verschlafenen Wrangelkiez (U1 Schlesisches Tor). Wer sich für Second-Hand-Mode, Platten, Bücher oder Wein und Feinkost interessiert, ist in der Oranienstraße richtig aufgehoben (U1 Görlitzer Bahnhof) oder besucht den Bergmannkiez (U7 Gneisenaustraße). Im Sommer sind der Görlitzer Park und die Biergärten am Flutgraben (Zugang von der Schlesischen Straße, U1 Schlesiches Tor) stets gut gefüllt.




 

Brücke zwischen Ost- und Westberlin: die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg

Berlin


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