Moderner Lärmschutz an den Beueler Straßen


Derzeit werden die Standstreifen der Autobahn A59 zwischen „Nordbrücke“ und Anschluss­stelle „Pützchen“ provisorisch dreispurig ausgebaut. Das Bundes­verkehrs­ministerium hat der SPD für den weiteren Abschnitt von „Pützchen“ bis zur „Südbrücke“ einen Baubeginn für 2010 oder 2011 in Aussicht gestellt. Zeitgleich soll der neue Autobahnanschluss an der Maar­straße in Pützchen zusammen mit modernem Lärmschutz errichtet werden.

 

Durch den Ausbau wird es künftig wesentlich weniger Rückstaus auf der Autobahn geben, wodurch sich die Schleichverkehre durch alle Beueler Orts­teile reduzieren. Was dann möglichst schnell folgen muss, ist ein moderner Lärmschutz an der Autobahn in Geislar, Vilich-Müldorf, Vilich, Pützchen, Küdinghoven und Ramersdorf.

 

 

Wie die SPD einen modernen Lärmschutz erreichen will:


  • Nachrüstung von Lärmschutzwänden: Die SPD ist bereits im Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Landesbetrieb Straßenbau, damit Lärmschutz­wände entlang der gesamten A59 errichtet werden. Möglich sind zwei Wege:

  1. Auf­nah­me in das Lärmsanierungsprogramm des Bundes, das aber strikt nach Prioritäten abgearbeitet wird und bei dem nicht klar ist, wann die A59 an die Reihe käme.
  2. Bau der Lärmschutzwände im Zuge der Herstellung der vollen Drei­spurigkeit, aus unserer Sicht  vermutlich der deutlich aussichts­reichere Weg. Schon beim jetzigen provisorischen Ausbau wird diese endgültige Herstellung mit neuen Standstreifen vorbereitet, Bundes- und Landesebene erkennen den Verkehrsbedarf an. Beim vollen dreispurigen Ausbau müssen gesetzlich vorgeschrieben moderne Lärmschutzwände errichtet werden. 
                            
  • Lärmschutz an den Bahnstrecken in Beuel: In Oberkassel und im linksrheinischen Bonn sind bereits Lärmschutz­maßnahmen an den Schienenstrecken fertiggestellt worden oder befinden sich aktuell im Bau. Auch in Beuel soll es ruhiger werden. Mit dem Ausbau der S-Bahnlinie 13 von Oberkassel über den Flughafen nach Köln werden die Arbeitsplätze von T-Mobile und auf dem ehemaligen Zementfabrikgelände im attraktiven 20-Minuten-Takt angebunden. Diese Strecke gilt als Neubaustrecke, bei der die Nachrüstung mit modernstem Lärmschutz, insbesondere Lärmschutzwänden, gesetzlich vorschrieben ist. Außerdem wird auf Initiative der SPD mit der Umrüs­tung der lauten Güterwaggons begonnen. In wenigen Jahren können die Rollgeräusche der Züge halbiert werden.

  • Tempo 80 in den Nachtstunden:  Die SPD setzt sich dafür ein, dass auf der A59 in den Nachtstunden Tempo 80 eingeführt wird. Auf anderen Autobahnabschnitten in der Region hat sich diese Lärmschutzmaßnahme bewährt.

  • Maarstraßenanschluss: Auf Initiative von Ulrich Kelber hat das Bundesverkehrsministerium die Vorentwurfsplanungen für den Maarstraßenanschluss genehmigt. Erfreulich für die Anwohnerinnen und Anwohner ist, dass das Ministerium die Verbesserungen beim Lärmschutz noch erweitert hat. Die ohnehin schon deutlich verbesserten Lärmschutzmaßnahmen des Vorentwurfs sollen laut Ministerium noch verstärkt werden. Der Lärmschutz wird sich dann zwischen der B 56 und dem Beginn der Autobahnkreuzes an der Südbrücke erstrecken. Damit wird es für die autobahnnahen Wohngebiete in Pützchen deutlich leiser werden. Ulrich Kelber rechnet damit, dass die Bonner Stadtverwaltung die genehmigte Vorentwurfsplanung in Kürze der Öffentlichkeit vorstellen wird. Die Bezirksvertretung Beuel könnte dann schon Anfang 2010 in die Beratung einsteigen. Das folgende Bürgerbeteiligungsverfahren für den Autobahnschluss (Planfeststellungsverfahren) könnte dann Ende 2010 starten. Damit erscheint ein Baubeginn 2013 möglich.


  • Flüsterasphalt: Auf den ausgebauten Autobahnstreifen wird ein geräuschmindernder Asphalt verlegt, der den Lärm um zunächst 5 dB reduziert.

 

  • Lärmsanierung der Ramersdorfer Autobahnbrücken: Auf Druck des Bürgervereins Ramersdorfs und der SPD werden die Fahrbahnübergänge der Autobahnbrücken ab Sommer ausgetauscht. Dadurch mindern sich die superlauten Schlaggeräusche. Jetzt wird die SPD Druck machen, damit die Brücken, die mitten durch den Ort führen, endlich auch einen echten Lärmschutz bekommen. Der Landesbetrieb Straßenbau hat die besonders hohe Lärmbelastung bestätigt.


Prioritätenprogramm zur Lärmsanierung in Bonn

Das mittlerweile aufgestellte Lärmkataster macht deutlich, wo und an welchen überörtlichen Straßen in Bonn eine starke Lärmbelastung vorhanden ist. Die SPD-Ratsfraktion hat darum die Aufstellung eines örtlichen Prioritätenprogramms im Lärmschutz auf den Weg gebracht. Der Bund stellt für besonders belastete überörtliche Straßen Mittel zur Lärmsanierung zur Verfügung. Ziel ist es, die Mittel bei Bund und Land zielgenau zu beantragen.


Lärmschutz für die Menschen. Teil  unserer Umweltpolitik.

 

Bonn

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