Meine Reisen als Bundestagsabgeordneter

Im Auftrag des Deutschen Bundestages, der eigenen Fraktion oder auf Einladung von Stiftungen und Organisationen unternimmt man als Bundestagsabgeordneter Auslandsreisen. Diese lege ich hier offen und erläutere, was ich auf den Reisen getan und mit wem ich gesprochen habe. Sie sehen, dass das gepflegte Klischee der Luxusreisen ohne echten Inhalte unzutreffend ist. Die Tage auf den Dienstreisen sind inhaltlich prall gefüllt, Zeit für Sightseeing bleibt nicht.
Nicht aufgeführt sind die - häufigen - Reisen nach Brüssel, die ich jährlich zwei- bis dreimal zu Gesprächen mit Europaabgeordneten, der Kommission und europäischen Verbänden unternehmen muss.
Ich finde es gut, wenn deutsche Politiker ein Bild aus erster Hand von anderen Teilen der Welt haben, wenn sie wichtige außenpolitische Entscheidungen treffen müssen.
Meine Reisen im Auftrag des Deutschen Bundestages
- 2003
- Kuba (3 Tage)
Im Rahmen der Konferenz des UN-Sekretariats zur Wüstenbekämpfung fand eine internationale Parlamentarierkonferenz in Havanna zum Thema statt. Daran nahm auch eine Delegation des Deutschen Bundestags teil. Ich war Mitglied der Delegation als Berichterstatter für internationale Umweltpolitik und als Sprecher für Klimaschutz der SPD-Bundestagsfraktion.
- Finnland (4 Tage)
Stationen: Helsinki, Oulu
Eine Delegation des Unterausschusses Neue Medien hat Finnland als führendes Land beim Ausbau von Breitbandtechnologie, Mobilfunk und Technologiezentren besucht. Ich war Mitglied der Delegation als Berichterstatter für Mobilfunk und sichere IT-Infrastrukturen.
- Estland, Lettland (5 Tage)
Stationen: Tallinn, Narva, Similae, Riga
Die Reise wurde im Auftrag des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ziel waren Gespräche mit Regierungsvertretern und NGO über die umweltpolitischen Programme der EU und Deutschlands im Baltikum im Jahr vor dem Beitritt zur EU. Außerdem Exkursionen zu den Ölschiefertagebau und -kraftwerken in Narva (93% der Energieversorgung von Estland) sowie zu der schlecht gesicherten Deponie mit den Resten der Uranaufarbeitung bei Similae. Ich war Mitglied der Delegation als Berichterstatter für europäische Umweltpolitik und als Berichterstatter für Klimaschutz (Ölschiefer).
- 2002
- China/Tibet (10 Tage)
Stationen: Peking, Provinz Yünnan, Tibet, Shanghai
Die Reise wurde im Auftrag des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit durchgeführt. Ziel war es, Projekte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu evaluieren. Peking diente den Gesprächen mit der chinesischen Regierung und den Spitzen der deutschen Entwicklungshilfeorganisationen in China. Shanghai war ausschliesslich Transferpunkt für den Rückflug nach Deutschland. Ich war Mitglied der sechsköpfigen Delegation wegen meiner Berichterstattung zu Umwelt und Entwicklung.
- 2001
- Brasilien (10 Tage)
Stationen: Rio de Janeiro, Brasilia, Manaus, Belem
Die Reise wurde im Auftrag des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durchgeführt. Ziel war es, den Erfolg der mit deutscher Hilfe durchgeführten Umweltprogramme im Bereich Stadtsanierung und nachhaltiger Nutzung des Regenwalds zu überprüfen. Ich war Mitglied der siebenköpfigen Delegation wegen meinen Berichterstattungen zu Umwelt und Entwicklung sowie Klimaschutz.
- 2000
Meine Reisen im Auftrag der SPD-Bundestagsfraktion
- 2010
- Nordkorea (7 Tage)
Teilnahme am Dialogprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung, siehe Reisebericht
- 2009
- Sambia (9 Tage)
Teilnahme am Exposure- und Dialogprogramm von justitia et pax, s. Reisebericht
- 2008
- Indien (3 Tage)
Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung als Redner auf einem deutschen-indischen Seminar zu Energiepolitik und Klimaschutz in Delhi.
- 2007
- Guatemala (2 Tage)
Teilnahme als Redner am deutschen Side-Event zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im Rahmen des Jahrestreffens der interamerikanischen Entwicklungsbank in Guatemala City. Außerdem noch Evaluierung einiger deutscher Entwicklungsprojekte im ländlichen Bereich.
- Südafrika (8 Tage)
Teilnahme am deutsch-südafrikanischen Dialog in Kapstadt. Zur Vorbereitung Gespräche in Johannesburg und Pretoria sowie Besichtigung von Nachhaltigkeitsprojekten in Mpumalanga und Limpopo
- 2006
- New York (5 Tage)
Teilnahme an der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung. Diesen Bereich verantworte ich in der SPD-Fraktion
- 2005
- 2004
- Island (3 Tage)
Ziel der Reise war die Information über Geothermienutzung in Island. Die Reise fand im Zusammenhang mit meiner Funktion als klimapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion statt.
- Brüssel (2 Tage)
Ziel der Reise waren Gespräche mit Vertretern der EU-Kommission über Klimaschutz und Energie. Außerdem gab es ein Treffen mit EU-Parlamentariern und Vertretern deutscher Energieunternehmen in Brüssel.
- Paris (2 Tage)
Ziel der Reise war ein Treffen mit Abgeordneten der sozialistischen Partei Frankreichs. Themen der Gespräche waren die EU-Verfassung, die zukünftige EU-Politik und Initiativen zur deutsch-französischen Zusammenarbeit
- 2003
- 2002
- USA (7 Tage)
Stationen: Seattle, San Francisco, Silicon Valley, Los Angeles
Ziel der Reise waren Gespräche mit den führenden amerikanischen Firmen und Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Informationstechnologie sowie mehrere Diskussion mit deutschen Wissenschaftlern in den USA. Dadurch wollten wir den aktuellen Trend der Forschung abschätzen, aber auch über Wege zur Verringerung des deutschen „brain drain“ in Richtung USA sprechen. Ich war Mitglied der aus zwei Abgeordneten und einigen Experten bestehenden Delegation wegen meiner Mitgliedschaft im Unterausschuss Neue Medien, der im Deutschen Bundestag für Informationstechnologie zuständig ist.
- 2001
- USA (2 Tage)
In Washington habe ich – vor dem Klimagipfel in Den Haag – mit zahlreichen amerikanischen Abgeordneten, amerikanischen Regierungseinrichtungen und Umweltorganisationen gesprochen. Ziel war es, mögliche Kompromisse für die ablehnende amerikanische Haltung in Klimaschutzfragen zu finden.
- 2000