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Zur Person

Ulrich Kelber Meine Familie war schon im Jahr vor meiner Geburt wegen des Berufs meines Vaters (Journalist) aus dem heimischen Franken nach Bonn umgezogen. Da hier aber niemand auf meine ältere Schwester aufpassen konnte, fuhr meine Mutter zu meiner Geburt zu ihrer Mutter, so dass ich am 29. März 1968 in Bamberg zur Welt kam. Vierzehn Tage später wurde ich dann endgültig Rheinländer :-)

 

 

Die erste Bonner Wohnung meiner Familie war in dem Hochhaus an der Kreuzung Reuterstraße/Hausdorffstraße, zwei Jahre später zogen wir in eine kleine Sozialwohnung nach Mehlem, wo wir einen Balkon mit Blick auf das Siebengebirge hatten. Mein erster Rodelhang führte direkt unterhalb des Hauses bis zum Gebäude der US-Botschaft. Später war dort mit dem Rodeln Schluss, ein Sicherheitszaun wurde - aus Angst vor terroristischen Angriffen - quer über den Hang gebaut.

 

Uli Kelber: Der Rhein gibt mir das Gefühl, Zuhause zu sein

 

1975 konnten wir dann ein Haus in Beuel-Süd anmieten, direkt an den Grünflächen entlang des Rheins. Ein Kinderparadies, bis heute ist mir die Liebe zum Fluss geblieben. Wenn ich im Flugzeug oder im Zug aus Berlin zurückkehre, gibt mir der Rhein das Gefühl, wieder zu Hause zu sein. In meiner Jugend war ich begeisterter Ruderer, seien es „Wanderfahrten“ oder Langstreckenregatten, z.B. rund um den Genfer See in einer Nacht.

 

Beueler Jung bin ich bis heute geblieben, alle meine Wohnungen nach dem Auszug bei den Eltern lagen in Beuel (Beuel-Mitte, Bechlinghoven, Oberkassel, Holzlar).

 

Nach dem Abitur studierte ich Informatik und Biologie in Bonn, denn nur hier war diese Kombination möglich. Der Schwerpunkt führte mich als studentische Hilfskraft zum Forschungszentrum GMD, das heute zu Fraunhofer gehört. Dort blieb ich bis 1995, am Ende als wissenschaftliche Hilfskraft. Ab 1996 arbeitete ich als Berater für Wissenschaftsmanagement bei der Bonner Firma Comma Soft, bis ich 2000 Berufspolitiker wurde. Das Faible für Technik habe ich mir bis heute erhalten, deswegen muss ich immer lachen, wenn mich Befürworter von Agro-Gentechnik, Atomenergie oder unbegrenzter Datenverwendung als „Technikfeind“ bezeichnen.

 

Über die Umweltbewegung zur SPD gekommen

 

Anfang der 1980er Jahre engagierte ich mich in Jugendgruppen der Umweltbewegung. Der Zustand des Rheins machte mir Sorgen und ich war dagegen, dass immer mehr Natur zubetoniert wurde. Früh beschäftigte ich mich auch mit dem Thema Klimawandel. Nach dem „Umweltparteitag“ der SPD 1985 (Aus für die Atomenergie, „Arbeit und Umwelt“) engagierte ich mich dann in der SPD und ihrer Jugendorganisation, den Jusos.

 

Volkszählung oder Müllverbrennung, die Themen IT und Umweltpolitik beschäftigten mich auch in der SPD schnell wieder. Ich wurde sachverständiger Bürger im Umweltausschuss des Rates und leitete die Juso-Bundeskommission Umwelt und Energie. Später, im Bundestag, wurde ich natürlich Mitglied in den entsprechenden Ausschüssen des Bundestages, ab 2005 dann auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

 

 

1989 und 1994 bewarb ich mich erfolgreich für einen Sitz in der Beueler Bezirksvertretung und im Bonner Stadtrat, 1995 fehlten mir nur 300 Stimmen, um den Landtagswahlkreis Bonn erstmals der CDU abzujagen. Das ähnliche Schicksal schien mich 1998 wied

 

er zu ereilen, als ich zwar das bis dahin beste Ergebnis eines Sozialdemokraten bei einer Bundestagswahl in Bonn erreichen konnte, mir aber noch 1,9 Prozentpunkte fehlten, um den Wahlkreis zu drehen.

 

Allerdings lernte ich im Wahlkampf meine Frau Pia kennen. 1000 Plakate von sich im Stadtbild zu haben, hilft dann eben doch beim Werben um eine Frau :-) Heute haben wir gemeinsam fünf Kinder und leben in Holzlar.

 

 

Auszeichnung als „transparentester Abgeordneter“

 

2000 wurde ich dann aber Nachfolger eines ausscheidenden Bundestagsabgeordneten, des Kollegen Dressler aus Wuppertal. 2002, 2005, 2009 und 2013 haben die Bonnerinnen und Bonner mich direkt mit der Mehrheit der Erststimmen in den Bundestag gewählt. Ich empfinde das immer als einen besonderen Ansporn, mich für Bonn einzusetzen. Eine große Verpflichtung erwächst dabei aus der Tatsache, dass die SPD bei den Zweitstimmen in Bonn immer deutlich hinter der CDU gelegen hat, mir aber die Mehrheit der Erststimmen gegeben wurde. 2013 bekam ich über 21.000 Erststimmen von Wählerinnen und Wähler der Grünen, der Linken, der FDP und der CDU.

 

Oft angesprochen wurde ich dabei auf meine Initiative „Gläserner Bundestagsabgeordneter“, bei der ich Einkommen, Privilegien, Abstimmungsverhalten, Dienstreisen und Lobbygespräche offenlege. Über die Auszeichnung als „Transparentester Abgeordneter“ und die mehrmalige Bestnote aller NRW-Bundestagsabgeordneter bei abgeordnetenwatch.de habe ich mich sehr gefreut. Schöner ist noch, dass viele Abgeordnete heute meinem Beispiel folgen. So ist aus einer Einzelinitiative eine breite Bewegung für Transparenz geworden.

 

Nach der letzten Bundestagswahl wurde ich gefragt, ob ich nach acht Jahren Zuständigkeit für Verbraucherschutz als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag dieses Thema im neu geschnittenen Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz als Parlamentarischer Staatssekretär verantworten wolle. Diese neue Herausforderung, die mir erlaubt, Bonns Bundestagsabgeordneter zu bleiben, habe ich gerne angenommen. Neben Verbraucherpolitik liegen auch Datenschutz, Mietrecht und nachhaltiger Konsum in meinem Tätigkeitsbereich. Als Parlamentarischer Staatssekretär habe ich mich intensiv mit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung auseinandergesetzt, aber auch mit den Themen Bestellerprinzip und Mietpreisbremse.

 

Sie wollen mehr über mich und meinen Werdegang erfahren? Hier geht es zu meinem Lebenslauf!

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