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Die Bonner PPP-Stipendiatin Theresa Thole (2003/2004)

Theresa Thole

Theresa war die zweite Schülerin, der ich über das Parlamentarisch Patenschaftsprogramm (PPP) einen einjährigen Bildungsaufenthalt in den USA vermitteln konnte. Sie wohnte bei einer Gastfamilie in der Nähe von Seattle. Hier veröffentlichen wir ihre Berichte über ihren Aufenthalt:

  1. Bericht vom 14.08.2003
  2. Bericht vom 20.11.2003
  3. Bericht vom 21.04.2004
  4. Bericht vom 17.07.2004
Sollten Sie Fragen an Theresa Thole haben, dann leiten wir diese gerne an sie weiter: eMail

 


1. Bericht vom 14.08.2003:

Vorbereitung auf den Schuljahresaufenthalt in den USA


Zur Vorbereitung auf den Schuljahresaufenthalt in den USA gehört ein Seminar, an dem ich vom 17.5. bis zum 24.5. zusammen mit 30 anderen von experiment e.V. betreuten PPP-Stipendiaten in Bad Bevensen im dortigen Gustav-Stresemann-Institut teilgenommen habe.

Unsere Aufgabe war es, im Vorhinein eine Collage zu entwerfen, die unsere Erwartungen, unsere Ängste und unser Wissen über die USA darstellt. Diese Collage, die von allen 30 Teilnehmern des Seminars individuell kreiert worden war, wurde dann von seinem Schöpfer während des Seminars vorgestellt. Nach der Kennenlernrunde am ersten Abend ging es am Sonntag um die Fragen "Was ist Kultur?", "Wer bin ich?", "Woher komme ich?" und "Wohin gehe ich?". Die darauffolgenden drei Tage waren der Politik und Geschichte Deutschlands gewidmet. Am Montag haben wir uns mit internationalen Bündnissen, allen voran der UNO, befasst. Am Dienstag stand der Besuch des Konzentrationslagers Neuengamme auf dem Tagesplan, der mich sehr bewegt hat. Am Mittwoch haben wir uns dann eingehend mit der deutschen Geschichte beschäftigt.

Während der darauffolgenden Tage wurden in der großen Runde Referate über Familie und Highschool gehalten, darüber hinaus gab es auch Arbeit in Kleingruppen, um auf individuelle Fragen bezüglich des bevorstehenden Aufenthaltes einzugehen und kleinere Planspiele durchzuführen, die in großer Runde nicht möglich gewesen wären. Auch gab es interaktive Arbeitseinheiten in großer Runde. Abschluss des Seminars war eine Talent-Show am Freitagabend. Insgesamt hat mir das Vorbereitungsseminar sehr viel Spaß gemacht und ich habe das Gefühl, gut vorbereitet meinen USA-Aufenthalt antreten zu können.

Etwa ein Fünftel der Seminarteilnehmer hatte Ende Mai bereits seine Gastfamilie. Ich oder vielmehr meine Eltern bekamen die Nachricht über die Gastfamilie während des Seminars. Meine Gastfamilie wohnt in Washington State in Covington, 30 km südöstlich von Seattle. Ich habe eine Gastschwester, die genau ein Jahr jünger ist als ich und einen zehnjährigen Gastbruder. Die Familie ist sportlich und kirchlich sehr engagiert. Wir haben bereits regen eMail-Kontakt und ich habe am Geburtstag meiner Gastschwester mit ihr und meiner Gastmutter telefoniert.

Die Schule, die ich besuchen werde, Kentwood HS, macht, der Internetseite nach zu urteilen, einen sehr guten Eindruck. Sie hat ein breitgefächertes Angebot an Kursen und bietet darüber hinaus viele spannende "extracurricular activities". Ich habe auch bereits Kontakt mit der für mich verantwortlichen Schul- und Stundenplanberaterin aufgenommen und habe die Nachricht erhalten, dort die 12, also die letzte Klasse besuchen zu können, was ich mir gewünscht hatte und meine Vorfreude noch weiter wachsen lässt.

Die Koordinatorin der amerikanischen Austauschorganisation hat mir mitgeteilt, dass sie plant, mit ihren Gastschülern die Gegend zu erkunden und uns die Sehenswürdigkeiten von Seattle und Washington zu zeigen.

Jetzt stehe ich sozusagen in den Startlöchern und kann meine Abreise kaum erwarten.


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2. Bericht vom 20.11.2003:


Am 15. August war es dann so weit: Die 60 PPP-Stipendiaten, die von der Austauschorganisation EXPERIMENT e.V. betreut wurden, trafen sich am Frankfurter Flughafen. Die unterschiedlichen Kofferpacktalente wurden hier eindeutig sichtbar. So hatte mein Gepäck 6 kg Übergewicht, was für einige Aufregung beim Einchecken sorgte. Nachdem ich mein Gepäck dann auf 64 kg reduziert hatte, ging es zu den Sicherheitskontrollen, und dort kullerten aus so manchen Augen die Tränen, denn nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Sobald wir im Flugzeug waren, stieg die Laune der meisten jedoch beträchtlich. Da wir 60 Austauschschüler alle im hinteren Bereich des Flugzeuges auf einem Haufen saßen, hatte das Flugpersonal eine angenehme, wenn auch etwas turbulente Abwechslung.

Nachdem wir die Immigration alle problemlos hinter uns gelassen hatten, warteten unser vollständiges Gepäck und die Betreuer der amerikanischen Partnerorganisation CIEE auf uns, mit denen wir die folgenden 2 Tage in Washington DC verbrachten. Unser zweites zweitägiges Vorbereitungsseminar beinhaltete eine Wiederholung der wichtigsten Programmregeln und Sight-seeing. Wir sind mit einem Ausflugsbus durch ganz Washington DC gefahren und haben die wichtigsten Regierungsgebäude, wie das Capitol und das Weiße Haus, sowie mehrere "Monuments" von außen besichtigt. Besonders beeindruckt hat mich eine Frau, die seit Jahrzehnten vor dem Weißen Haus für Frieden demonstriert. Für zwei andere Austauschschüler und mich ging es dann am Sonntag, dem 17. August, Richtung Seattle, wo wir von unseren Gastfamilien und unserem "local coordinator", Tony Barnett, in Empfang genommen wurden.

Bevor die Schule anfing, hatte ich noch zwei Wochen Sommerferien in der Familie, die ich sehr genossen habe und genutzt habe, um meine Familie erst einmal richtig kennen zu lernen. Ich verstehe mich ausgesprochen gut mit meiner Gastfamilie. Meine beiden Gastgeschwister spielen begeistert Fußball bzw. Baseball. Am 2. September fing dann für mich und meine Gastgeschwister die Schule an. Mein Gastbruder besucht die "elementary school" und meine Gastschwester ist ein Junior (11. Klasse) der selben High School, die auch ich besuche.

Eine High School ist alles in einem - Gymnasium, Realschule, Hauptschule und Sonderschule, also vergleichbar mit einer integrativen Gesamtschule in Deutschland. In meiner High School gibt es 3 Jahrgänge, mit den Klassen 10 bis 12. Insgesamt hat meine Schule 1700 Schüler. Es gibt noch eine weitere Austauschschülerin, sie kommt aus Frankreich. Es werden zwar Austauschprogramme angeboten, jedoch waren nur wenige Schüler bereits in Europa. Einige meiner Mitschüler sind in Deutschland geboren, da ihre Eltern in Deutschland stationiert waren.

Abgesehen von geringen Einschränkungen, konnte ich meine Fächer frei wählen. Die meisten Kurse sind nicht jahrgangsspezifisch, also lernt man Schüler aus allen Stufen kennen. Jeder Schüler hat jeden Tag 6 Fächer, immer die gleichen und immer in der gleichen Reihenfolge, jedoch sind manche Kurse nach dem ersten Semester beendet, sodass man auf ein Maximum von 12 Fächern im Jahr kommen kann. Man wählt nicht einfach Mathematik, sondern Geometrie, Algebra, Statistik oder "Calculus", und nicht Englisch sondern zeitgenössische Literatur, kreatives Schreiben, Journalismus, Schauspiel oder "Debate". Neben diesen Fächern gibt es aber auch sogenannte "Electives", wie Blumendekorationen, Nähen, kreatives Kochen, Chor und Kinderbetreuung.

Ich habe unter anderem das Fach "Debate", in dem diskutiert und debattiert wird, meistens über politische Themen und man nimmt regelmäßig an Wettbewerben teil, wenn man gut genug ist, bis zur nationalen Ebene. Ein anderes meiner Fächer, das sehr interessant ist, heißt "contemporary world issues", da dort amerikanische Sichtweisen über internationale Angelegenheiten gelehrt werden. Ganz wider meiner Erwartungen ist dieses Fach sehr kritisch der eigenen Außenpolitik gegenüber und die Sichtweisen über den Krieg im Irak sind sehr gespalten. Die Tatsache, dass ich Deutsche bin und Deutschland sich nicht den USA im Irak-Konflikt angeschlossen hat, spielt hier keine Rolle - ich habe keine einzige Bemerkung darüber gehört. Manche Leute Fragen mich, wie der Irak Krieg von der deutschen Bevölkerung aufgenommen worden sei und wie die Medien reagiert hätten. Immer noch sehr prägend ist hier der 11. September 2001, über den viel gesprochen wird. Eine andere Beobachtung, die ich hier gemacht habe, ist, dass viele Amerikaner Angst vor einem vereinigten Europa haben. Das war mir vor meinem USA-Aufenthalt gar nicht bewusst.

In der dritten Stunde gibt es immer 10 Minuten lang Lautsprecherdurchsagen, die die täglichen Ereignisse ankündigen und natürlich "Pledge of alligence". Da die Lehrerin, die ich in der dritten Stunde habe, aber eine Gegnerin der amerikanischen Regierung ist, erlebe ich nur vor Sportveranstaltungen und Versammlungen "Pledge of alligence" - was mir ganz gelegen kommt.

Meine High School verfügt über eine hervorragende technische Ausstattung. So ist die ganze Schule funkvernetzt, in jedem Klassenraum steht mindestens ein Computer, in Matheräumen stehen meistens an die 6 Computer. In der Bücherei stehen 35 Computer, 3 Scanner, zwei Laserdrucker und ein Kopierer allen Schülern von 7:15 Uhr bis 16:00 Uhr zu Verfügung. Auch verfügt die Schule über mehrere Wagen mit je 30 Lap Tops, die für Klassen reserviert werden können. Lehrer verfügen auch oft über Lap Tops und jede Fachschaft hat mindestens einen Beamer. Im Theatersaal, der eine feste Stufenbestuhlung von 500 Sitzplätzen hat, können Filme auf Kinogröße geschaut werden. Seit Anfang diesen Schuljahres kann jeder Schüler in jedem Fach seinen Notenstand nach Eingabe eines Kennwortes im Internet abrufen.

Referate spielen hier eine wichtige Rolle und werden sehr professionell vorbereitet und vorgetragen, allein schon weil jeder Schüler hier Referate hält und nicht nur diejenigen, die ihre mündliche Note aufbessern müssen. Wenn man ein Referat hält, wird erwartet, sich professionell zu kleiden, also Jungen in Stoffhose und Hemd, manchmal Jackett und Krawatte und Mädchen im Kostüm oder Hosenanzug. Die Schulen arbeiten hier sehr eng mit der Wirtschaft zusammen. Die Schulen bereiten ihre Schüler auf das Arbeitsleben vor, vor allen Dingen, was das Arbeiten in Teams und das Halten von Vorträgen angeht.

Nach der Schule werden als außerunterrichtliche Aktivitäten unter anderem sogenannte "clubs" angeboten. Ich bin Mitglied der "National Honor Society", die eng mit einer Partnerschule in Südafrika zusammenarbeitet und vor allem Wohltätigkeitsaktionen gestaltet. Auch habe ich mich für den Skiclub angemeldet. Doch den größten Teil der außerunterrichtlichen Angebote macht die Teilnahme in Sportteams aus. Im Moment läuft die Wintersaison und ich bin im Gymnastikteam, was 2,5 bis 3 Stunden Sport am Tag bedeutet.

"School spirit" - das war in dieser Form neu für mich: Jeden Freitag (Footballtag) werden Schulfarben getragen. Es gibt hier mehr oder weniger alles mit Schulwappen drauf, von Flip Flops über Pullovern zu Tassen sowie eine eigene Schulhymne. Da unser Footballteam State Champion ist, sind die Footballspiele, die freitags stattfinden, ein absolutes Muss. Ein Meer aus über tausend in "Spirit colors" gekleideten Schüler feuert, von den Cheerleadern gesteuert, das Footballteam an. Was mich erst verwundert hat, ist dass kaum jemand die Footballregeln kennt, es geht nämlich weniger darum, dem Spiel zu folgen, sondern den Abend mit seinen Freunden zu verbringen und das Team anzufeuern. Wenn man nicht in "spirit colors" angezogen ist, kann es passieren, dass man in die letzen Reihen verbannt wird, weil man zu wenig "school spirit" zeigt.

Die Wochenenden verbringe ich entweder mit "Debate"-Wettbewerben, Choraufführungen, Ausflügen mit der lokalen Gruppe der Austauschschüler oder ich begleite meine Familie zu Familientreffen, Baseball- und Fußballspielen meiner Gastgeschwister und in die Kirche.

Seit dieser Woche hört man in den Geschäften schon Weihnachtsmusik und nach Aussage meiner Familie geht der Weihnachtsboom übernächste Woche, nach Thanks Giving, los. Ich habe meine Zeit in den USA bislang sehr genossen - nicht zuletzt, weil ich mich in meiner Gastfamilie sehr wohl fühle. Thanks to Dorothy, Ted, Haley and Kyle!


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3. Bericht vom 21.04.2004:


Bald nahte das legendäre "Thanks Giving". Dieses Fest, das traditionell von allen amerikanischen Familien am vierten Donnerstag im November gefeiert wird, erinnert jährlich an das gemeinsame Essen zwischen den Indianern und den Einwanderern der Mayflower. Wir alle kennen "Thanks Giving" aus amerikanischen Filmen. Traditionell wird an diesem Tag ein großes Abendessen serviert. Ich habe für diesen Anlass einen Zwiebelkuchen gebacken, der sehr gut angekommen ist. Was aber auf gar keinen Fall fehlen darf, ist gefüllter Truthahn, rote Grütze und Kartoffeln. Genauso berühmt wie das Fest an sich sind die sogenannten "leftovers", die in der darauffolgernden Woche gegessen werden müssen.

Ich habe "Thanks Giving" mit meiner Gastmutter, meinem Gastbruder, dem Cousin meiner Gastmutter und dessen Verlobten gefeiert. Mein Gastvater und meine Gastschwester waren auf einem Fußball-Tournament meiner Gastschwester in Dallas, Texas und konnten deswegen nicht mitfeiern. Ich habe den gemütlichen Abend und das Essen sehr genossen.

Wie verkündet ging in der Woche nach "Thanks Giving" der "Weihnachtswahn" los. Geschäfte verwandeln sich in die Spielzeugproduktionsstädten am Nordpol. All überall glitzert, leuchtet, duftet es nach Weihnachten und es dudelt Weihnachtsmusik. In den Kinos und im Fernsehen werden Weihnachtsfilme gespielt, selbst die Werbung handelt von Weihnachten, in den Schulen dreht sich alles um Santa (Santa lebt am Nordpol, wo die Elfen fuer die braven Kinder Geschenke basteln) und die Nachbarn ringen um den Sieg im Hausschmückwettbewerb. Rentiere tummeln sich zusammen mit Lokomotiven in Vorgärten, und die aufgeblasenen übermansgroßen Schneemänner lächeln sich über die Straße zu. Kurz um: Die Vermarktung von Weihnachten ist perfekt. Nur das Wetter ist nicht programmierbar, aber mit Kunstschnee gelingt selbst das. An den Advent erinnern nur die echt deutschen Adventskalendern, die bei "Trader Joe's" verkauft werden. Daher habe ich mit meiner Gastfamilie einen Adventskranz gebastelt.

Ein typisches Weihnachten (und so auch meins), sieht folgendermaßen aus: Am Heiligen Abend wird ein Gottesdienst besucht und ganz wichtig, es werden "Santa Pictures" gemacht (Das sind Fotos der Kinder - selbst wenn diese schon 16 oder 17 Jahre alt sind - mit Santa, die in Kaufhäusern gemacht werden und für die bis zu 3 Stunden angestanden wird.). Zu Hause angekommen, darf jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk "als Vorspeise" aufmachen. Die richtige Bescherung folgt dann am nächsten Morgen, nachdem das erste Familienmitglied aufgewacht ist und den Rest der Familie aufgeweckt hat. Da war nichts mit Ausschlafen, nein um 6:30 Uhr gab es Bescherung. Der Rest des Tages füllte sich mit Gesellschaftsspielen und dann war Weihnachten auch schon gewesen. Der zweite Weihnachtstag und Heilige Drei Könige werden hier nicht gefeiert - und auch Sternsinger gehen nicht von Haus zu Haus.

Da ich auf einer öffentlichen High School bin, darf in der Schule Religion nicht gelebt werden. Das geht so weit, dass Lehrer Schülern nicht "Merry Christmas", sondern nur "Happy Holidays" wünschen - Weihnachtsferien heißen demnach offiziell "winter break". Um doch in der Schule nicht ganz auf weihnachtliches Flair zu verzichten, dreht sich halt alles um Santa statt ums Christkind. Diese strickte Trennung von Religion und Staat mit dem Ziel, Diskriminierung aufgrund des Glaubens zu vermeiden, sorgt für viel Furore. So gab es einen Artikel in unserer Schülerzeitung, der diese Trennung in der Schule stark kritisierte, da es ja selbst im "Pledge of Alligence" heißt: "one nation under God..." und der Satz "in God we trust" auf dem one-Dollar-Schein zu lesen ist. Dieser Artikel ist dann aber der Zensur des Schulleiters zum Opfer gefallen und nun beklagen die Schüler die Verletzung des Grundrechts auf Pressefreiheit. Dieses Ausblenden von Religion im Schulalltag ist für mich neu, da ich als Schülerin einer katholischen Schule ganz andere Erfahrungen gemacht habe.

Eine andere Sache, die für mich sehr neu war, sind die Ladenöffnungszeiten. Hier scheint es keine Begrenzungen zu geben. Die Supermärkte haben oft rund um die Uhr geöffnet, genau wie Apotheken, Fast Food Restaurants und natürlich Tankstellen. Dementsprechend schließen die Geschäfte nicht am Nachmittag des Heiligen Abends und bleiben bis einschließlich des zweiten Weihnachtstages geschlossen, sondern schließen nur am ersten Weihnachtstag.

Nach den Weihnachtsferien begann für mich der Skiclub in unserer Schule, das heißt ich bin an sieben Freitagen zusammen mit 120 anderen Schülerinnen und Schülern in das Cascade Gebirge Skifahren gegangen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Es gab diesen Winter übrigens drei Tage schulfrei, weil 10 cm Schnee gefallen war und drei weitere Tage schulfrei, wegen Stromausfalls. Diese Tage werden am Ende des Schuljahres nachgeholt.

Hauptthemen in den Nachrichten, waren die Mission zum Mars, "Outsourcing", die Vorwahlen und die Wahlkampagne, die Hochzeit von Gleichgeschlechtlichen in Verbindung mit Bushs neuem Gesetzesvorschlag, die Terroranschläge in Madrid, der Skandal um Martha Stewart und das versagende Gesundheitssystem, das über 40 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung zurücklässt.

Es ist unglaublich interessant für mich mein Jahr als Austauschschülerin hier in einem Wahljahr zu verbringen und dazu noch in einem Wahljahr, wo die Meinungen über Kandidaten sehr weit auseinanderliegen. 80% der Amerikanerinnen und Amerikaner haben sich schon entschieden, welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben werden, obwohl die Wahlen noch 8 Monate entfernt sind. Jeden Tag ist der Wahlkampf in den Nachrichten und es gibt Werbespots der Kandidaten, die für allerlei Aufregung gesorgt haben. Es sieht nach einem sehr knappen Rennen aus. Viele Demokratinnen und Demokraten befürchten, dass Nader, der sich auch am Rennen für das Weiße Haus beteiligt, eine Gefahr für Senator Kerry darstellt, da Kerry die entscheidenden Stimmen durch ihn verlieren könnte, so wie es auch Al Gore in der Wahl 2000 passiert ist.

Es gibt hier aus historischen Gründen beinahe so viele Konfessionen, wie Kirchengebäude. Wer nach seiner Religion gefragt wird, antwortet entweder katholisch, mormonisch, muslimisch, jüdisch oder wie die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner christlich, da keiner die ganzen kleinen Konfessionen kennt. Es gibt hier auch keine Kirchensteuer, sondern Kirchen leben ausschließlich von Spenden, weshalb sie sich auch sehr nach den Wünschen der Gemeindemitglieder richten. Sogenanntes "Fundraising" ist eine Alternative zum Spendensammeln und sehr sehr populär. "Fundraising" geschieht zum Beispiel in Form von "Car Washes", "Garage Sells", Kuchenverkäufen und "Coffee Carts". Neben den Gottesdiensten gibt es "Sunday School" da die staatlichen Schulen keinen Religionsunterricht erteilen, es gibt Sporthallen in Kirchengebäuden und egal wo ich hinkomme, es gibt was zu essen.

Die Aktivität, in die ich im letzten Halbjahr am stärksten involviert war, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat und von der ich am meisten gelernt habe, war die Mitgliedschaft im Kentwood High School Debate Team. Ich hatte Debate als Schulfach gewählt und bin Mitglied des Debate Clubs. An den Wochenenden finden Wettkämpfe zwischen den Schulen an sogenannten "Tournaments" statt, in denen in unterschiedlichen Disziplinen angetreten wird. Ich bin in den Disziplinen Lincoln Douglas Debate, Stundent Congress, Impromptu, Original Oratory und Ted Turner angetreten.

Im Februar bekam ich zusammen mit 5 weiteren Schülerinnen und Schülern der Kentwood High School die Möglichkeit, begleitet von unserer Lehrerin Gabrielle Duhamel mit dem Debate Team in der Harvard Universität in Boston an einem bundesweiten Debate Tournament teilzunehmen. Es war sehr aufregend, gegen Schülerinnen und Schüler aus den ganzen USA anzutreten, viele hatten eine weite Reise hinter sich und waren selbst aus Texas oder wie wir von der Westküste angereist. Ich bin an diesem Tournament in der Disziplin "Original Oratory" angetreten und der Titel meiner Rede war "Diskriminierung der Frau", womit ich sehr erfolgreich war. Boston ist mir in diesen 5 Tagen sehr ans Herz gewachsen. Die Altstadt und das Universitätsgelände sind wunderschön und mit seinen Fußgängerzonen (!!!!), ja Sie haben richtig gelesen, es ist kaum zu glauben, habe ich mich fast wie in einer europäischen Großstadt gefühlt. Sogar das öffentliche Verkehrssystem ist für amerikanische Verhältnisse überdurchschnittlich gut. Zwischen unseren 4 Debate-Runden haben wir die Zeit auf dem nahegelegenen Harvard Square, auf dem "Freedom Trail" und in mehreren Museen zur Geschichte Bostons, des Unabhängigkeitskriegs und der amerikanischen Geschichte im Allgemeinen verbracht. Das Haus, von dem die Unabhängigkeitsrede vorgetragen wurde, durfte natürlich auch nicht in unserer Sight- Seeing-Liste fehlen.

Nach 5 Tagen ging es dann nach einer viel zu kurzen Zeit, jedoch auch sehr abgekämpft wieder nach Seattle zurück. Ich habe diese Woche in vollen Zügen genossen und sie waren bislang das interessanteste, aufregendste und schönste Erlebnis meines 10monatigen Abenteuers.

Ich freue mich schon auf das State Tournament am kommenden Samstag, für das ich mich in "Student Congress" qualifiziert habe und dann endlich mein ersehntes "Degree of Honor" in der "National Forensic League" bekomme.

Anfang Februar begann das neue Halbjahr und somit hat sich mein Stundenplan sehr verändert. Leider wird das Fach Debate nur im ersten Halbjahr angeboten, jedoch habe ich jetzt unter anderem Java Programming und AP Economics, welches mein neues Lieblingsfach geworden ist. Mitte Februar war dann die Wintersportsaison zuende und damit auch Gymnastik, was mir sehr viel Spaß gemacht, jedoch aus sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Da sich mein Terminkalender dadurch etwas entspannt hat, habe ich mehr Zeit, mich in den von der Schule angebotenen Clubs wie "National Honor Society", "Shades" und natürlich "Debate", zu engagieren.

Also, ich freue mich riesig auf die letzten 3 Monate meines großen Abenteuers, und kann es kaum begreifen, dass ich schon 7 Monate hier bin.

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4. Bericht vom 17.7.2004


Theresa Thole und Jennifer Dunn

Meine Patin auf amerikanischer Seite,
Kongressabgeordnete Jennifer Dunn,
mit mir vor ihrem Büro auf Mercer
Island in Washington State.
Die letzten drei Monate meines Austauschjahres waren weiterhin gefüllt mit neuen Erfahrungen und vielen Höhepunkten.

Am Dienstag, dem 20. April, fand im Hilton Hotel in Portland, Oregon, ein Begegnungstreffen mit vier deutschen Bundestagsabgeordneten statt, zu dem um die 20 Austauschschüler und -schülerinnen des PP- Programms zusammen mit ihren Gasteltern aus den Staaten Oregon und Washington eingeladen waren.

Zu der Delegation der Bundestagsabgeordneten gehörten Dagmar Freitag (SPD), Bartholomäus Kalb (CDU/CSU), Ernst Burgbacher (FDP) und Bernd Scheelen (SPD). Die teilnehmenden Politiker und Politikerinnen gehören zu der Gruppe von Bundestagsabgeordneten, die das PP-Programm planen und betreuen. Die Organisation dieses Begegnungstreffens war vom Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in San Francisco übernommen worden. Ich habe mich über diese Einladung sehr gefreut und habe in Begleitung meiner Gastmutter am Begegnungstreffen teilgenommen. Während des Treffens, das im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen stattfand, stellten die Abgeordneten uns und unseren Gasteltern Fragen über unser Austauschjahr und insbesondere über die Arbeit der Austauschorganisationen.

Das Treffen war sehr interessant, gerade das Mittagessen mit den Abgeordneten hat mir gut gefallen, weil es hier auch zu politischen Gesprächen zwischen Abgeordneten, Gasteltern und uns kam.

Mitte Februar hatte ich Kontakt mit Jennifer Dunn, meiner Patin im amerikanischen Kongress aufgenommen, um einen Termin für ein Treffen mit ihr zu vereinbaren. Zu meiner großen Freude erhielt ich im April die Bestätigung eines Termins für ein persönliches Gespräch mit Representative Dunn.

Am Freitag, dem 7. Mai, fand das Treffen in ihrem Büro auf Mercer Island statt.

Sie interessierte sich sehr für meine Erfahrungen als Austauschschülerin in den USA und beantwortete mir meine Fragen bezüglich der Politik Amerikas.

Auf meine Frage, wie sich denn ihrer Meinung nach das deutsch-amerikanische Verhältnis nach der Meinungsverschiedenheit über den Krieg im Irak entwickelt habe, meinte sie, dass die Wahl 2002 der Grund für die deutsche Regierung gewesen sei, sich nicht am Irak Krieg zu beteiligen, da diese Antikriegshaltung Teil ihrer Wahlkampagne war. Aus diesem Grunde würden die amerikanischen Republikaner Deutschland verzeihen. Auf Frankreich war sie jedoch gar nicht gut zu sprechen. Ich fand das Gespräch hochinteressant, obwohl ich viele der politischen Aussagen der Republikanerin nicht teilen konnte.

Representative Dunn engagiert sich in großem Maße für die Jugend, so fand im Anschluss an unseren Termin, die Siegerehrung eines Schülerkunstwettbewerbes statt, zu dem die Abgeordnete jedes Jahr aufruft. Die Sieger und Siegerinnen dürfen ihre Kunstwerke im Kongress ausstellen.

Es ist Teil des Austauschprogramms im Laufe des Jahres, ein "Community Project" durchzuführen. Ziel dieses Projektes ist, soziales Engagement zu zeigen, welches traditionell einen wichtigen Platz in der amerikanischen Gesellschaft einnimmt.

Die Gestaltung dieses Projekts ist jedem selbst überlassen, und da es mir wichtig war, verschiedene Aspekte und Bereiche der Freiwilligenarbeit kennen zulernen, entschied ich mich für verschiedene Arbeiten:

Gemeinsam mit anderen Austauschschülern und -schülerinnen aus meiner Region habe ich in einer Rehabilitationsstelle für Frauen, die Misshandlungen erlitten hatten, einen Tag gearbeitet. Meine Aufgabe war es, Kleiderspenden anzunehmen und zu sortieren.

Bei einem Fahrradrennen in Kent habe ich als Mitglied des Key Clubs meiner Schule bei der Organisation und Umsetzung dieses Rennens mit angepackt.

In besonderem Maße habe ich mich aber an der Planung, Vorbereitung und Verwirklichung der "Diversity Week" engagiert. Diese wurde vom "SHADES Club" meiner Schule, welcher sich für Toleranz und gegen Diskriminierung diverser Gruppen einsetzt, veranstaltet. Jeder Tag der "Diversity Week" war einem anderen Diskriminierungsthema gewidmet: Kultur und Herkunft, Religion, Behinderungen, Geschlecht und sexuelle Orientierung.

Den Schülern und Schülerinnen meiner High School wurden in dieser Woche die oben genannten Themen mit Hilfe von Plakaten, Informationstafeln, Spielen und Graphiken nahegebracht. Als Teil dessen konnten Schülerinnen und Schüler die Resolution des Respekts unterschreiben und an einer Diskussionsrunde teilnehmen, die sich mit dem Thema Intoleranz an unserer Schule befasste.

Grund für diese Woche war unter anderem der Vorwurf an das Sicherheitspersonal unserer Schule, Schüler und Schülerinnen afrikanischer und mexikanischer Herkunft voreingenommen zu behandeln.

Die Reaktionen der Schüler, Schülerinnen und Eltern war sehr unterschiedlich, jedoch nahm zu unserer Freude die Mehrheit rege an dem Programm der Woche teil.

Am Ende des Schuljahres wurde unsere Schule von der "Anti-Defamation League" als eine "no place for hate school", was soviel wie tolerante Schule heißt, ausgezeichnet.

Im Anschluss an dieses "Community Project" kam die letzte Schulwoche für alle Seniors - und die ist sehr besonders.

Am Freitagabend vor der letzten Schulwoche findet ein Ball, genannt "Prom", statt. Zu diesem Ball werden ausschließlich Seniors, sprich Zwölftklässler und

-klässlerinnen, eingeladen. Tradition ist es, dass jeweils ein Junge ein Mädchen auffordert, mit ihm gemeinsam zu diesem Ball zu gehen und dann alle Schikanen von den Eintrittskarten über die Limousine bis hin zum Abendessen bezahlt. Die Alternative zu diesem "Promdate" ist, mit einer Gruppe von Freundinnen und Freunden den Ball zu besuchen und sämtliche Kosten zu teilen. Der Hauptteil dieses Abends ist jedoch gar nicht der Ball, wie ich gelernt habe, der ist nur der Anlass für das ganze Spektakel. Den Vormittag verbringt man beim Frisör, im Nagelstudio und im Kosmetikstudio. Am Nachmittag geht man zum Fotographen, um Fotos mit der eigenen Familie und dem "Promdate" anfertigen zu lassen. Am frühen Abend trifft man sich mit anderen Zweiergruppen, um auswärts Essen zu gehen. Danach besuchen die meisten Gruppen den Ball für circa eine Stunde, um dann zum Beispiel Bowling spielen zu gehen.

Die Schüler erscheinen gewöhnlich im Smoking (egal welcher Farbe z.B.: weiß, grün, pink, hellblau oder natürlich schwarz), der meistens ausgeliehen wird. Schülerinnen tragen meistens bodenlange farbenprächtige Kleider Ein Kleid darf übrigens nie zu mehreren Bällen angezogen werden. Zu jedem Ball werden Prinzessinnen oder Prinzen aus der Schülerschaft gewählt, was oft als Popularitätswettbewerb kritisiert wird.

In der darauffolgenden Woche gibt es am Mittwoch die "awards ceremony", eine Veranstaltung, in der jede/r Senior für seine/ihre Errungenschaften geehrt wird und Urkunden für alle erworbenen Leistungen ausgehändigt bekommt.

Am Freitag wird während des Vormittages für die Graduation-Zeremonie am Tag darauf geübt und die Schüler und Schülerinnen bekommen einen von den Eltern verfassten Brief, der zum Ausdruck bringt, wie stolz sie auf ihr Kind sind.

Danach gibt es ein sogenanntes "Senior Breakfast" mit der ganzen Stufe in einem Restaurant. Während dieses gemeinsamen Frühstücks findet so etwas, wie ein Abi-Gag statt, bei dem die Lehrer und Lehrerinnen auf die Schippe genommen werden und einzelne Schüler und Schülerinnen für besondere Charakterzüge ausgezeichnet werden (z. B. als größter Klassenclown, schlechtster Autofahrer usw.).

Am Tag darauf wird es ernst. Nun findet die, vor allem von den Eltern, lang ersehnte "Graduation" statt, wozu die aus amerikanischen Filmen bekannten "Cap and Gowns", wörtlich übersetzt "Kappe und Umhang", getragen wurden. Einzelne Schüler und Schülerinnen dürfen sich in den Wochen zuvor noch "Honor cords" kaufen, welche als Ehrung für gute Noten, die Teilnahme an der "National Honor Society" oder am "Debate Team" getragen werden. Mehrere Lehrer, Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen halten anlässlich dieser Feier eine Rede vor circa 4000 Verwandten und Freunden. Im Anschluss an diese Zeremonie, bei der die Schüler und Schülerinnen ihr High School Diplom überreicht bekommen, findet in vielen Familien eine große Feier statt, zu der Verwandte und Freunde eingeladen werden.

Am Abend dieses Tages gibt es eine von der Schule organisierte "Grad Night", an der die meisten Schüler und Schülerinnen teilnehmen. Dies ist dann der entgültige Abschied von der Schule und meistens auch von den Schulfreunden und -freundinnen.

Für mich war es der Abschluss von meinem Jahr als Austauschschülerin, in dem ich sehr viel gelernt habe und von dem ich viele Erfahrungen und Eindrücke, die mich mein Leben lang begleiten werden, mit nach Hause genommen habe. Einige meiner Freunde und Freundinnen in den USA haben sich aufgrund unserer Gespräche entschlossen, Austauschschüler aufzunehmen oder eine Reise nach Europa anzutreten.

Vom 23. auf den 25. Juni fand ein Abschlusstreffen von 60 PPP-Stipendiaten und Stipendiatinnen meiner Austauschorganisation in Washington DC statt. Teil dieses zweitägigen Aufenthaltes waren Gespräche mit Kongressabgeordneten, Senatoren oder deren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Zunächst habe ich an einem Gespräch mit einem Mitarbeiter einer Senatorin teilgenommen. Anschließend hatte ich ein einstündiges sehr interessantes Gespräch mit Sean Morgan, einem Mitarbeiter der Kongressabgeordneten Jennifer Dunn. Durch einen weiteren Mitarbeiter einer Senatorin bekam ich die Chance, mir eine Sitzung des Kongresses anzuhören, was ich sehr spannend fand, da ich im vorhinein auf "Debate Tournaments" auch an der Disziplin "Student Congress" teilgenommen hatte.

Im Anschluss an die Zeit auf "Capitol Hill" gab es eine Veranstaltung anlässlich des 20. Jubiläums des PP-Programms an der Georgetown University, an der die gesamte Gruppe von Austauschschülern und -schülerinnen teilgenommen hat.

Anlässlich dieser Feier wurden von Politikern, Politikerinnen und vielen ehemaligen Austauschschülern und -schülerinnen, deutschen sowie amerikanischen, Reden gehalten.

Am darauffolgenden Tag sind wir alle entgültig gen Deutschland geflogen, werden uns jedoch auf dem zweitägigen Nachbereitungsseminar in den Herbstferien wiedersehen.

In dem Jahr als Austauschülerin habe ich die USA kennen und besser verstehen gelernt und einen kleinen Beitrag zum deutsch-amerikanischen Verständnis, zur internationalen Kommunikation und Toleranz geleistet, was mich mit Stolz erfüllt.

Ich danke dem Deutschen Bundestag, dem amerikanischen Kongress und Herrn Kelber, dass sie mir diesen Aufenthalt ermöglicht haben.

Ich wünsche mir, dass meine Berichte viele Leser und Leserinnen motivieren, diesen Schritt ebenfalls zu wagen.

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