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Girls' Day - der Mädchenzukunftstag

Jedes Jahr im April findet der bundesweite Mädchenzukunftstag statt. Die Mädchen lernen am Girls' Day Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind oder begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft oder Politik. Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglich-keiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter  Nachwuchs. Auch in der Politik sind Frauen nach wie vor zu wenig vertreten. Die SPD-Bundestags-fraktion beteiligt sich daher jedes Jahr mirt einem speziellen Programm am Girls' Day. Auf Einladung der Abgeordneten kommen Mädchen aus ganz Deutschland in Berlin zusammen (sofern der vierte Donnerstag im April in eine Sitzungswoche fällt) und erleben Politik hautnah. Neben der Begleitung "ihrer" Abgeordneten stehen für die Mädchen ein Rundgang durch den Reichstag, ein Planspiel und verschiedene Workshops zum Thema Politik als Beruf auf dem Programm.

 


Ulrich Kelber und NIcole Richter

 


Achtet bereits Anfang März auf die jährliche Ausschreibung des Girls'-Day-Platzes auf dieser Homepage und bewerbt Euch!

Übrigens: nicht nur Mädchen sollen in "typisch männliche" Berufe hineinschnuppern, auch umgekehrt sollen Jungs "typisch weibliche" Berufe ausprobieren können, zum Beispiel als Erzieher in einer Kita oder als Altenpfleger. Dazu gibt es die Aktion Neue Wege für Jungs
 

Hier berichten die Bonner Teilnehmerinnen der letzten Jahre von ihren Erfahrungen:

 

 

 

Girls Day 2015, Pauline Führ

 

Der Anruf kam nur wenige Tage nach meiner Bewerbung: Ulrich Kelber lädt dich zur Teilnahme am Girls‘ Day 2015 der SPD Bundestagsfraktion ein. Ich recherchierte gerade Utopien in der Bonner Anglistikbibliothek, daher musste ich meine Vorfreude auf die zwei Tage in Berlin vorerst etwas dämpfen, aber innerlich saß ich bereits auf gepackten Koffern. Angesetzt war der SPD Girls’ Day für den 22. und 23. April aber aufgrund des Bahnstreiks wurde ich kurzfristig darüber informiert, dass der Girls‘ Day verschoben werden musste. Für Enttäuschung blieb allerdings kaum Zeit, denn kurz darauf war bereits ein neuer Termin gefunden.

 

So kam ich schließlich an einem schönen Sommertag gegen 15.00 Uhr mit dem Zug in Berlin an, wo ich direkt am Bahnsteig von Frau Brauns, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin in Herrn Kelbers Bundestagsbüro, in Empfang genommen wurde. Auf dem Weg zum nahegelegenen Hotel bekam ich noch ein paar Tipps für mein individuelles Nachmittagsprogramm, bevor dann der offizielle Teil des Girls‘ Days starten würde. Also schaute ich mir auf eigene Faust das Regierungsviertel und die Spreepromenade an und traf dort prompt weitere Teilnehmerinnen des Girls‘ Day. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einem Mittagessen und obwohl wir uns gerade mal ein paar Minuten kannten, kamen wir sofort miteinander ins Gespräch. Abends stand eine Führung durch den Bundestag auf dem Programm, die viele Einblicke in die Architektur der Gebäude, ihre Geschichte und die Politik, die in ihr stattfindet, bot. Die Reichstagskuppel war ebenfalls ein Highlight, denn allein der grandiose Ausblick war jeden bezwungenen Höhenmeter wert. Im Anschluss wurden alle Teilnehmerinnen zu einem gemeinsamen Abendessen in ein Restaurant eingeladen, wo ich noch mehr aufgeschlossene Mädchen kennenlernte und mit diesen auch nach Ende des offiziellen Programms des ersten Tages noch ein wenig Berlin erkundete.

 

Früh am nächsten Morgen wurden wir während eines ausgiebigen Frühstücks offiziell von der parlamentarischen Geschäftsführerin Petra Ernstberger zum Girls‘ Day begrüßt. Wir stiegen dann mit einem World Café zum Thema „Frauen (M)acht Politik!“ ein, bei dem ich viel von den Ansichten und Ideen meiner Mitteilnehmerinnen lernen und mit diesen diskutieren konnte. Wir waren eine sehr gemischte Gruppe, in der bei all der den Diskussionen auch viel gelacht wurde. Anschließend konnten wir fünf SPD-Politikerinnen mit unseren Fragen löchern – von Wirtschafts- über Familienpolitik bis hin zu Fragen über den (stressigen aber interessanten) Alltag einer Bundestagsabgeordneten. Sichtlich beeindruckt von den drei Frauen, die sich  so selbstbewusst in der männerdominierten Politik behaupten, gingen wir über zum nächsten Programmpunkt: einem Planspiel, bei dem wir uns zunächst den Gesetzgebungsweg erschlossen und diesen dann auf ein konkretes Beispiel anwendeten. Entsprechend der uns zugeteilten Parteien des Bundestags diskutierten wir, ob das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden sollte und entschieden uns zuletzt per Mehrheitsentscheid dafür.

 

Es folgte das lang erwartete Treffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär, den ich zunächst zu einem Termin begleitete und mit dem ich mich dann bei Spargel, Kaiserschmarrn und Eis über seine Arbeit in Bonn und Berlin unterhielt. Herr Kelber konnte mir alle meine Fragen ohne Umschweife beantworten und lieferte mir viele wertvolle Einblicke in politische Vorgänge. Auch waren wir uns bei mindestens einer Sache schnell einig: mehr Frauen braucht die Politik! Beim anschließenden Plenarbesuch folgten meine Mitteilnehmerinnen und ich gespannt den Reden zum Thema Maut, die lebhaft von den Abgeordneten kommentiert wurden. Als eine knappe Stunde später im Bahnhof eine Meldung zu Neuigkeiten betreffend der Maut auf einem Bildschirm zu entdecken war, meinte eine meiner Mitteilnehmerinnen lachend zu mir: „Wissen wir doch schon, wir waren schließlich dabei, als die Maut im Bundestag diskutiert wurde“.  

Mit drei der Mädchen, die ich während der zwei Tage kennengelernt habe, bin ich noch in Kontakt – abgesehen von den vielen Erfahrungen und Eindrücken, die ich im Berliner Regierungsviertel sammeln konnte, habe ich also auch noch neue Freunde gewonnen. Dafür und für die tolle Organisation des Girls‘ Day 2015 möchte ich der SPD Bundestagsfraktion danken, für die freundliche Betreuung vor und während meines Aufenthalts in Berlin bedanke ich mich bei Frau Brauns und natürlich geht ein großes Dankeschön an Herrn Kelber, der mir die Teilnahme am diesjährigen Girls‘ Day überhaupt ermöglicht hat.

 

 

 

Girls Day 2014, Lilly-Marie Nipkow und Andrea Fox

Lily-Marie und Andrea haben den Girls` Day 2014 mit Uli Kelber und seinen Bonner Mitarbeiterinnen verbracht. 

Im Poppelsdorfer Wahlkreisbüro nahmen sie an der morgendlichen Bürobesprechung teil und konnten so politische "Alltagsluft" schnuppern.

Anschließend besuchten Sie mit Uli Kelber den Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. zu einer Betiebsführung mit anschließendem Pressegespräch.

Der letzte Termin des Tages war das 2. Jugendforum in Bonn-Tannenbusch, auf dem Jugendliche die Möglichkeit haben mit Politikern in Kontakt zu treten, zu diskutieren, ihre Probleme und Meinungen zu äußern.

 

 

 

Girls` Day 2013, Anna Mundorf

 

Die Teilnahme am Girls‘ Day der SPD- Bundestagsfraktion war für mich eine umso erfreulichere Überraschung, da ich mich anfangs eigentlich für das Planspiel Zukunftsdialog beworben hatte. Nachdem ich zuerst eine Absage für dieses erhalten hatte, war ich natürlich doppelt so begeistert als mir von Herr Kelber als Alternative angeboten wurde, stattdessen am Girls‘ Day in Berlin teilzunehmen. Die Chance einmal zu erleben wie der Alltag der Politiker in Berlin tatsächlich aussieht ist schließlich einmalig.

So kam es, dass ich mich am 24. April 2013 voller freudiger Erwartungen auf zum Flughafen Köln/Bonn machte und schließlich in Berlin von Herrn Kelbers Mitarbeiterin Charlotte Wenkel freundlich empfangen wurde. Bevor es dann ins Hotel ging durfte ich sogar schon mal einen Blick in die Büros der Bundestagsabgeordneten werfen und bekam einen ersten Eindruck welche Arbeit mit einem Mandat abseits des Plenarsaals noch zusammenhängt. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel machten wir Mädchen uns dann abends alles gemeinsam auf zu einer sehr interessanten Führung durch den Reichstag. Anschließend an die Führung, die mit einem beeindruckenden Ausblick aus der weltbekannten Glaskuppel geendet hatte, begleitete ich die Abgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler und deren „Girl“ noch zu einem leckeren Abendessen in einer kleinen Pizzeria.

 

 

Der nächste Morgen begann zwar früh, doch es stand auch einiges an Programm an. In der Fraktionsebene wurden wir während unseres Frühstückes von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier begrüßt und es gab sogar Zeit für gemeinsame Fotos. In einer sich anschließenden Diskussionsrunde zum Thema „Frauen in der Politik“ und einem Politik Parcours erfuhren wir unter anderem viel über die Möglichkeiten für Frauen sich in der Männerdomäne Politik zu behaupten. Auch ein Plenarbesuch, während dem gerade eine hitzige Diskussion über den Mindestlohn stattfand, sowie ein Simulationsspiel zur Gesetzgebung erwarteten uns noch.

Doch selbst als dieser offizielle Teil des Tages vorbei war durfte ich Herrn Kelber zum Beispiel noch zu einigen seiner Termine begleiten und einmal einen ganz anderen Blick auf den wirklich sehr stressigen, aber auch unglaublich interessanten, Beruf „Abgeordneter“ bekommen.  

Schließlich neigte sich mein Ausflug in die große Politik aber langsam seinem Ende zu und als ich abends wieder im Flieger saß und die vergangen zwei Tage Revue passieren ließ, realisierte ich noch einmal was für tolle Erfahrungen ich machen durfte !

Vielen Dank für diese Chance an Herrn Kelber und seine Mitarbeiter ! 

 

 

 

 

Girls` Day 2011, Jessica Witczak


Ich war überglücklich , als ich in der e-Mail las , dass ich zum Girls Day nach Berlin fahren durfte. Am 13.04 ging es für mich schon morgens früh mit dem Flugzeug von Köln-Bonn los.
Frau Wenkel holte mich dann in Berlin - Tegel am Flughafen ab und wir fuhren zusammen mit dem Bus zum Bundestagsbüro von Herrn Kelber . Dort lernte ich Ihn dann persönlich kennen und er erzählte mir kurz den Tagesablauf. Um 14.00 Uhr gingen wir dann zusammen zum Reichstagsgebäude in einen Sitzungsaal für die Schlussabstimmung vom Antrag der Intensivtierhaltung. Danach um 16.00 Uhr begleitete ich Herrn Kelber dabei, wie er eine Schulklasse von einem Bonner Gymnasium traf und sie zur Glaskuppel begleitete und ihnen etwas über die Geschichte von Berlin erzählte .

 

 

 

 

Um 18.00 trafen sich dann die ganzen Girls , die auserwählt worden sind, im Reichstag und hatten dann eine Führung. Frau Wenkel war so nett und hat währenddessen meinen Koffer schonmal ins Motel One gebracht. Nach der Führung so gegen 20.00 Uhr bin ich zum Willy-Brandt Haus gefahren und habe an einer Veranstaltung über Tschernobyl teilgenommen .
Dort saßen Opfer des Atomkraftwerk Unfall , sie haben über die damalige Zeit gesprochen, desweiteren wurde uns ein kleiner Filmausschnitt gezeigt über einen Spielfilm der über Tschernobyl handelt. Danach haben Herrn Kelber und ich uns noch etwas die Ausstellung angeschaut , etwa gegen 22.00 Uhr wurde ich mit seinem Fahrdienst zum Motel gebracht.


Dort habe ich meine Zimmergenossin kennengelernt. Am 14.04 trafen wir uns alle um 6.45 Uhr in der Lobby und wurden dann mit einem Reisebus zum Reichstag gefahren.
Um 8.00 Uhr begrüßte uns Herr Dr. Frank-Walter Steinmeier, dort waren auch verschiedene Filmteams, denn er hat auch mehrere Interviews geführt. Danach wurden Fotos gemacht und es gab ein gemeinsames Frühstück. Die Girls wurden in 2 Gruppen eingeteilt. Ich war in Gruppe 1, die nach dem Frühstück einen Politik-Parcours gemacht hat.


Dort wurde besprochen, wie eine Bundestagssitzung durchgeführt wird. Die Girls haben dann einen Zettel gezogen, der bestimmte, zur welcher Partei sie zugeordnet seien .Ich war bei den Grünen. Somit haben wir eine Plenarsitzung nachgespielt .Es war das Thema : Wählen ab 16 .Danach wurde ich von Frau Wenkel zum Mittagessen abgeholt.
Nach dem Essen hat Sie mir eine Plenarsaal-Karte besorgt , die anderen Mädchen und ich schauten uns die Plenarsitzung eine Stunde lang an. Es ging um das Thema: Mindestlohn.
Um 15 .00 Uhr trafen wir uns wieder alle in einem Saal und dort waren dann 4 Politikerinnen.
Sie standen an verschiedenen Stationen und haben uns verschiedene Sachen über das Thema : Frauen in der Politik erzählt . Und dass noch immer wenige Frauen in der Politik seien. Später bin ich mit Frau Wenkel zum Büro gegangen und habe dort meinen Koffer abgegeben und hab mir alleine die Stadt Berlin angeschaut. Ich habe viele neue Eindrücke von dem Beruf der/s Poliker/in sammeln können. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch mit so vielen Terminen und Aufgaben verbunden ist.
Es war eine tolle Erfahrung und ich bin froh , dass ich sie miterleben durfte.
An dieser Stelle will ich mich nochmal an das ganze Bürgerbüro der SPD und Herrn Kelber bedanken , dass sie das den Mädchen jedes Jahr ermöglichen.

 


Danke für die schönen Tage !
 

 

 

 

Girls' Day 2010, Anna Barbara Trimborn

 
Es war, als ob sich alles dagegen verschworen hätte, dass ich von Bonn zum Girls' Day nach Berlin komme: Vulkanausbruch - Flugausfall - Verkehrsstau - fast hätte ich noch den Zug verpasst. Aber jetzt, endlich, war ich da! Am Berliner Hauptbahnhof, wo ich gleich am Bahnsteig von Herrn Kelbers Mitarbeiterin Frau Wenkel abgeholt wurde.

Auf dem Weg zum Büro konnte mich schon ein wenig im Regierungsviertel umsehen. Ich lernte gleich Herrn Kelber und seine anderen Mitarbeiterinnen kennen, die alle sehr freund¬lich zu mir waren. Nach kurzer Zeit machten wir uns auf den Weg in den Bundestag.
Hier wartete in einem Öffentlichkeitsraum schon eine Besuchergruppe aus Bonn, die ebenfalls eingeladen worden waren. Ich setzte mich dazu, Herr Kelber begann Aktuelles zur politischen Situation zu berichten, machte seinen Standpunkt zu wichtigen Themen gerade auch in Bonn deutlich und beantwortete die Fragen der Besucher.

Danach fuhr ich mit Frau Wenkel zum Girl's Day Hotel, das direkt am Alexanderplatz liegt; man konnte den Fernsehturm vom Fenster aus sehen. Das Zimmer, das ich mit einem netten Mädchen aus Potsdam teilte, war hell und modern eingerichtet. Viel Zeit zum Ausruhen blieb jedoch nicht, nur schnell Gepäck ablegen, umziehen und schon ging es weiter, mit allen Girls der SPD zum Bundestag.

Als alle heil durch die strengen Sicherheitskontrollen gekommen waren, wurden wir zur Kuppel gefahren und konnten uns diese und den, trotz des ein wenig verregneten Tages, wunderschönen Ausblick über Berlin ansehen. Anschließend hörten wir auf den Besucher-plätzen im Plenarsaal einen Vortrag über den Bundestag. Die Geschichte, die Parteien, die Architektur des Bundestages wurden erklärt. Besonders interessant fand ich die Sitzordnung. Man kann sich wirklich vorstellen, dass unsere Politik an diesem Ort gemacht wird! Da es danach schon relativ spät war, aß ich noch etwas und ging dann früh ins Bett.

Dies war auch gut so, denn wir mussten am nächsten Morgen schon um 6.00 aufstehen und uns fertigmachen, damit wir um 7:30 im Bundestag sein konnten. Wir gingen in den SPD-Fraktionssaal, wo wir mit unseren Abgeordneten frühstückten. Ich nutzte die Gelegenheit um Herrn Kelber Fragen zu stellen, die er eingehend beantwortete. Kein endloses Drumherum-gerede! Das Essen war auch lecker =). Dann war noch Zeit für ein Foto mit Herrn Kelber und Herrn Steinmeier. Die beiden waren ganz locker und gut gelaunt, aber Herr Steinmeier war ein bisschen gehetzt und musste gleich weiter.

Am Vormittag fand ein Planspiel zum Gesetzgebungsverfahren der Bundesrepublik statt. Man wurde per Los einer Partei zugeteilt. Ich vertrat Bündnis 90/Die Grünen, worüber ich mich freute. Es wurde ein Gesetzesentwurf vorgestellt, in dem gefordert wurde, das Wahlrecht auf 16 Jahre hinunterzusetzen. Die einzelnen Parteien sammelten sich, berieten ihren Standpunkt und formulierten ihre Hauptargumente. Wir, als Grüne, waren klar dafür, dass auch Jugendliche ab 16 wählen dürfen sollten. Dann begann die Diskussion. Es war sehr interessant zu sehen, welche Argumente die anderen für ihren Standpunkt hatten; im Endeffekt waren unsere jedoch am überzeugendsten. Bei der Abstimmung am Ende stimmte dann aber doch jeder im Sinne seiner Partei ab, demnach wurden wir von der CDU/CSU und der FDP überstimmt.

Gerade das war sehr realistisch zu sehen, da die Opposition auch tatsächlich oft überstimmt und deren Gesetzesentwürfe abgelehnt werden können. Danach wurde nach der eigenen Meinung gefragt, diese waren geteilt. Ich bin der Meinung, dass zumindest der Landtag, wo die Entscheidungen zur Bildung getroffen werden, ab 16 gewählt werden müsste.

Hungrig vom Politiker spielen ging Frau Wenkel mit mir in die Kantine des Bundestages, wo wir, wie man mir sagte, "typisch Berlinerisches Essen" aßen: Senfeier mit Kartoffeln und Spinat. Etwas merkwürdig ... aber sonst konnte ich mich wirklich nicht beklagen: Es gab immer einen Imbiss, etwas zum Knabbern, Getränke.

Ganz toll fand ich auch den Fahrdienst, der Herrn Kelber und mich abholte: Wir wurden in einem großen schwarzen Wagen zum SPD Fraktionshaus nach Kreuzberg gebracht, wo sich die Arbeitsgemeinschaft für Steuern und Abgaben traf, in der Herr Kelber Mitglied ist. Wir kamen in den Raum und auf den Tischen standen viele kleine Teller mit frischem Obst und Brötchen und Getränke. Sehr schön.

Zuerst wurde eine allgemeine Einleitung in die Situation vorgetragen, die schon die Hälfte der Zeit der zweistündigen Sitzung dauerte. Danach wurde über die in den letzen Sitzungen erstellten Statements diskutiert und kurz nach Lösungen gesucht. Unter den Anwesenden, (MdB's, Wissenschaftliche Mitarbeiter etc.), herrschte entgegen meiner Vorstellung keine Meinungsgleichheit, was im Endeffekt sicher positiv ist. Faszinierend fand ich, wie lange die Menschen redeten, und wie abschweifend, wenn sie mal drankamen.

Wir wurden wieder zurück in den Bundestag gefahren und ich besuchte Workshops von SPD-Politikerinnen über "Frauen und Gleichstellung in der Politik". Sie erläuterten aus der Praxis heraus, dass man sich nicht von seinem Weg abbringen lassen soll und Politik auch mit Kindern zu vereinbaren ist.

Anschließend gingen wir ins Paul-Löbe-Haus, wo zeitgleich mit dem Girls' Day Teilnehmer der Jugendpresse tagten, die Herrn Kelber Fragen zu Umwelt und Energie stellten. Ich bekam einen guten Überblick, was er speziell zum Thema Atomkraft denkt, nämlich, dass diese nach und nach abgeschafft werden soll und man auf erneuerbare Energien umsteigen soll, was sehr positiv bei mir ankam, da ich diese Meinung teile. (Und es s gab Kekse ... KEKSE.)

Dann spazierte ich, begleitet von Frau Wenkel, an der Spree entlang zum Bahnhof, um eine sehr bequeme und zufriedene Heimreise anzutreten.

Ich bin Herrn Kelber sehr dankbar für seine Einladung, durch die ich einen wirklich guten Einblick in die Arbeitsweise und -bedingungen unserer Politiker und Politikerinnen gewinnen konnte.
 

 

Girls` Day 2009, Jaqueline Kobert

 
Mittwoch, 22. April 2009. Nach vier nicht enden wollenden Schulstunden hatte das Warten auf den Girls‘ Day in Berlin endlich ein Ende. Meine Eltern holten mich von der Schule ab und brachten mich zum Flughafen Köln/Bonn. Pünktlich um 14.10 h hob mein Flieger ab und brachte mich sicher nach Berlin/Schönefeld. Da ich nur mit kleinem Handgepäck reiste, hatte ich keine Wartezeit am Gepäckband und erreichte als eine der Ersten den Ausgangsbereich, wo mich eine Mitarbeiterin des SPD-Abgeordneten, Ulrich Kelber, in Empfang nehmen sollte. Nach einem kleinen Missverständnis hatten wir uns dann doch gefunden und wir fuhren mit der S-Bahn zum Alexanderplatz, denn dort befand sich das Hotel der Girls‘ Day-Teilnehmerinnen. Auf der Fahrt dorthin bekam ich bereits einen ersten Eindruck von Berlin und war begeistert von der großen Hauptstadt. Ich hatte kurz Zeit, meine Sachen im Hotel auf das Doppelzimmer zu bringen. Dort erwartete mich Jill, meine Zimmergenossin und „Girl“ von Heidi Wright, MdB, schon gespannt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause startete das Programm. Eine kurzer Fahrt mit der S-Bahn – und wir standen vor dem Reichstagsgebäude, wo um 18:30 Uhr die eineinhalbstündige Führung durch das Reichstagsgebäude begann. Anschließend hatten wir die Gelegenheit in eigener Regie die berühmte Glaskuppel zu besichtigen. Jede Teilnehmerin hatte ein individuelles Abendprogramm mit „ihrem“ Abgeordneten. Mir war mitgeteilt worden, dass Herr Kelber am Abend mit mir Essen gehen würde. Nun hieß es allerdings erst einmal, diesen zu finden, keine leichte Aufgabe, zumal ich noch nicht mit ihm gesprochen hatte und mein Handy keinen Empfang hatte. Nach einigem Warten an der Kuppel und unruhigen Minuten wohl für uns beide, entschloss ich mich, mit dem Aufzug nach unten zu fahren und dort weiter mein Glück zu versuchen. In meiner Verzweiflung trat ich aus dem Gebäude – der Himmel war schon schwarz von Gewitterwolken – und ließ meinen Blick über die Menschenmenge schweifen. Ein hochgewachsener Mann winkte mir zu - Ulrich Kelber - und ein großer Stein fiel mir vom Herzen.Mit dem Taxi fuhren wir zu einem Restaurant in Berlin Kreuzberg, wo wir einige Teilnehmer des Jugend-Pressetages der SPD-Fraktion, der zeitgleich stattfand, trafen. Herr Kelber und ich unterhielten uns über seine Arbeit als Politiker in Bonn und natürlich auch in Berlin, sowie über das Programm des nächsten Tages. Besonders interessant waren seine Anekdoten aus dem Abgeordnetenalltag (wir haben viel gelacht). Zurück im Hotel legte ich mich bald schlafen.

Donnerstag, 23. April 2009. Schon um 6:45 Uhr mussten sich alle Girls‘ Day-Teilnehmerinnen in der Hotellobby einfinden, um zum gemeinsamen Frühstück mit unseren Abgeordneten ins Reichstagsgebäude zu fahren. Nach der ausführlichen Sicherheitskontrolle durften wir die Fraktionsebene betreten. Wir bedienten uns am Buffet und nahmen danach im Saal der SPD-Fraktion Platz. Dort begrüßten uns der Fraktionsvorsitzenden Dr. Peter Struck, MdB, sowie die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Ute Kumpf, MdB. Nach dem Frühstück hatten wir Zeit für ein Erinnerungsfoto mit Herrn Dr. Struck und „unserem“ Abgeordneten (Foto wird noch nachgereicht).
Der eigentliche Girls‘ Day konnte nun beginnen. Zunächst begleitete ich Herrn Kelber zu einem Treffen mit einem seiner Referenten. Sie bereiteten sich auf eine Sitzung mit Vertretern von Naturschutzverbänden vor, die mittags stattfinden sollte und bei der ich ebenfalls anwesend sein durfte. Für 10 Uhr hatte Herr Kelber mir im Voraus eine Zuschauerkarte für das Plenum besorgt. Eine Stunde lang verfolgte ich die Reden der Politiker und bekam so manche amüsante Zwischenrufe mit. Danach traf ich mich wieder mit Herrn Kelber und wir machten uns auf den Weg zu der Sitzung mit den Naturschutzverbänden. Um kurz vor 12 Uhr verließen wir die Sitzung, da Herr Kelber zur Aktuellen Stunde im Plenum eine Rede über Atomenergie halten sollte. Jetzt konnte ich ihn live bei seiner Arbeit als Politiker im Plenum erleben.

Nach einer kurzen Mittagspause begann für mich das Nachmittagsprogramm. Es bestand aus einem Politik-Parcours und einem Workshop (Politik als Beruf). Zuerst wurden wir in die wichtigsten parlamentarischen Begriffe eingewiesen und das Planspiel zur Gesetzgebung konnte beginnen. Die Teilnehmerinnen wurden verschiedenen „Fraktionen“ zugelost. Ich gehörte nun der CDU/CSU-Fraktion an. Wir sollten über die fiktive Frage, ob das Wählen (aller Wahlen) ab 16 Jahren erlaubt sein sollte, debattieren. Unseren „Fraktionen“ setzten sich zusammen und beratschlagten über die überzeugendsten Argumente. In der nachgestellten Plenarsitzung kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Wählen ab 16 erlaubt werden sollte. Danach gaben wir unser Feedback zu unserem Debattierverhalten. Abschließend stimmten wir mit unserer persönlichen Meinung ab, ob das Wählen ab 16 erlaubt werden sollte. Erstaunlicherweise stimmte eine knappe Mehrheit dafür, dass das Wählen ab 16 nicht erlaubt sein sollte. Dieses Ergebnis enttäuschte mich. Ich war davon ausgegangen, dass viele der Mädchen sich, genau wie ich, jetzt schon die Möglichkeit an einer Wahl teilzunehmen, gewünscht hätten.

Fazit: Ich kann jedem politikinteressierten Mädchen nur empfehlen, sich um eine solche Reise anlässlich des Girls‘ Days nach Berlin zu bewerben. Ihr werdet einen kleinen Einblick in die Politik als Beruf gewinnen und viele Anekdoten zu hören bekommen. Das Programm ist sehr umfangreich und jede Minute spannend.An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Herrn Kelber und seinem Team, besonders bei Cordula Drautz, für die tolle Zeit in Berlin bedanken.

 

Girls' Day 2007, Miriam Halm

Ich hatte es geschafft. Ich war die jenige, die mit Uli Kelber einen Tag in Berlin verbringen durfte. Ich war so aufgeregt. Am 26.4. war es dann soweit. Um 7.45 Uhr ging mein Flieger von Köln/Bonn nach Berlin/Tegel. Eine Mitarbeiterin von Herrn Kelber, Frau Dahmen, holte mich am Flughafen ab und brachte mich ins Reichstagsgebäude. Es war Plenarwoche, deswegen fand dieses Jahr der Girls’Day auch in Berlin statt. Im Reichstagsgebäude angekommen brachte mich Frau Dahmen in den Plenarsaal. Dort gab es eine Sitzung, in der die Parteien über den Klimaschutz diskutierten. Herr Kelber hielt auch selber eine Rede und diese und andere Reden konnte ich von der Zuschauertribüne mitverfolgen. Frau Merkel und andere bekannte Politiker saßen auch ganz in meiner Nähe. Nach einiger Zeit holte mich eine andere Mitarbeiterin von Herrn Kelber, Charlotte Wenkel, am Plenarsaal ab und ging mit mir durchs Reichstagsgebäude und zeigte mir anschließend noch das Paul - Löbe Haus, das ein Parlamentshaus, mit Sitzungssälen und zahlreichen Büros für Abgeordnete ist. Dann war es auch schon 11.30 Uhr. Die Kantinen öffneten jetzt und wir gingen gemeinsam etwas essen. Nach dem Essen brachte mich Charlotte zu dem gemeinsamen Treffen aller „Girls’Day“ Mädchen. Wir trafen uns vor dem SPD-Fraktions Raum. Dort lernten wir, wie zum Beispiel die Gesetze entstehen und zu diesem Thema machten wir auch ein Planspiel. Wir mussten alle ein Kärtchen aus einem Beutel ziehen, auf dem stand, welcher Partei wir für das Planspiel angehören würden. Ich gehörte zu der SPD. Als Abgeordnete der SPD war es meine Aufgabe mit den anderen SPD - Abgeordneten Argumente für die Einführung des Wahlrechts ab 16 Jahren zu finden. Nach einiger Zeit, als alle Parteien fertig überlegt hatten, diskutierten wir alle zusammen über die Gesetzesänderung. Wir kamen zu dem Entschluss, dass die Änderung akzeptiert und eingeführt wird. Nach dem Planspiel machten wir noch kurz eine Feedback -Runde und dann ging es auch schon zum nächsten Termin. Wir trafen Herrn Peter Struck, den Vorsitzenden der SPD-Fraktion. Er hielt eine sehr kurze Rede, ein paar Fotos wurden gemacht und schon war er wieder weg. Er hatte ziemlich viel zu tun. Danach durchliefen wir einen Parcours zum Thema „ Wir machen junge Frauen stark- Politikerin und Politikberaterin als Beruf“. Vier MdBs (Mitglieder des Deutschen Bundestages), Kerstin Griese, Christel Humme, Nicolette Kressl und Ute Kumpf haben uns den Beruf, den Alltag und den Einstieg in diesen Beruf näher gebracht. Außerdem hat Ute Kumpf uns berichtet, was man als Praktikantin dort so macht. Inzwischen hatten wir schon 16.30 Uhr und Herr Kelber holte mich oben im SPD-Fraktions Saal ab, um mich zum Flughafen zu bringen. Auf der Fahrt zum Flughafen hatte ich die Gelegenheit mit Herrn Kelber über seinen Alltag in Bonn und Berlin zu reden. Außerdem unterhielten wir uns noch über das PPP (Parlamentarisches Patenschaft Programm), in dem er wieder die Patenschaft für jemanden, der ein Jahr nach Amerika reist übernimmt. Am Flughafen angekommen, verabschiedete er sich von mir und musste auch schnell wieder zurück ins Reichstagsgebäude, in dem noch viel Arbeit vor ihm lag. Ins Flugzeug eingestiegen und in Bonn gelandet war mein Girls’Day dann auch leider schon vorbei. Ich hatte einen wunderschönen Tag, in dem ich sehr viele neue Eindrücke gesammelt habe. Ich danke Herrn Kelber, dass ich ihm an diesem Tag über die Schulter schauen durfte.

 

Girls' Day 2006, Nicole Richter

An diesem Dienstag war ich wirklich sehr aufgeregt, da ich nicht wusste was mich dort, in Bonn-Poppelsdorf erwarten wird. Doch schon nach meiner Ankunft war alles verflogen, denn man erwartete mich schon freudig. Anette Lange und Miriam Schmidt erzählten mir zuerst ein wenig über ihre Arbeit im Bürgerbüro und den Ablauf, der mich am 27. erwarten würde. Danach hatte ich noch Zeit ein paar Fragen an Frau Lange und Frau Schmidt zu stellen, die mir auch bereitwillig beantwortet wurden. Nun stand dem Girl’s Day nichts mehr im Wege.

Zuerst machten wir einen Informationsbesuch bei der Firma Cendris, einem Tochter-Unternehmen der TNT Gesellschaft. Diese Firma betreibt ein Call-Center, welches wir uns nach einem ausführlichen Gespräche mit der Geschäftsleitung genauer angucken durften. Ich fand es sehr erstaunlich, wie gut die Bedingungen für die Arbeitnehmer waren.

Dann folgte ein Besuch beim Museum Alexander König. Da Herr Kelber Mitglied im Kuratorium der Alexander-König-Gesellschaft e.V. ist, und die letzte Sitzung leider verpasst hatte wurden ihm die wichtigsten Punkte der Sitzung noch einmal erklärt. Danach zeigte uns der Präsident der Gesellschaft die Räume des Museums, die einst Konrad Adenauer als Dienstsitz dienten. Anschließend betraten wir einen Sammlungsraum, in dem sich ausgestopfte Vögel befanden. Die Vielfalt der Vögel war beeindruckend. Zum Schluss sahen Herr Kelber und ich uns noch eine Sammlung von konservierten Schlangen der Erde an. Darunter war auch ein riesiger Pythonkopf, bei dem man die Zunge noch sehen konnte. Das war großartig! Allein die ausgestellten Schlangenhäute machten mich sprachlos. Und mir schien, dass auch Herr Kelber für wenige Sekunden seine Worte vergessen hatte. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen.

Der Tag mit Ulrich Kelber war einfach spitze. Ich habe vieles gesehen, was ich vielleicht nie gesehen hätte. Ich habe erfahren, dass der Beruf ’’Bundestags-Abgeordneter’’ sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, und überhaupt sehr anspruchsvoll ist. Noch immer bin ich sehr begeistert, und bereue es nicht, den Girl’s Day gemacht zu haben.

 

 

 


 

 

 

 

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