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Mehr als andere große Industrienationen ist Deutschland an einer Stärkung der Vereinten Nationen und der internationalen Zusammenarbeit interessiert. Die Neujustierung und Verstärkung der Entwicklungszusammenarbeit, die Entschuldungsinitiative, die Vorbildfunktion im Klimaprozess, die Führungsrolle bei Wiederaufbauprozessen in Afghanistan und auf dem Balkan sowie die Vorschläge zu einer Reform der Vereinten Nationen sind Beispiele für die deutsche Politik.
Der Ausbau Bonns zum Zentrum für internationale Zusammenarbeit ist ein weiterer Baustein. Die wiedergewählte Bundesregierung wird diesen Ausbau beschleunigt fortsetzen. Neben der Schaffung des UN-Campus und des internationalen Kongresszentrums sollte dabei die Förderung von internationalen NGO eine besondere Rolle spielen. Dazu müssen die rechtlichen Bedingungen für internationale NGO denen von Institutionen der UN wie in Österreich und der Schweiz angepasst werden. Eine entsprechende Initiative ist geplant.
Bonn garantiert Aufmerksamkeit für internationale Themen
Bonn ist nicht nur ein gutes Pflaster für eine Politik der internationalen Zusammenarbeit geworden, sondern Bonn garantiert eine besondere Aufmerksamkeit für diese Themen. Gerade weil es bei den anderen politischen Themen ruhiger geworden ist. Diese positive Erfahrungen haben schon viele Institutionen machen können, nicht erst seit der Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg.
Die zunehmende Verzahnung mit Forschungseinrichtungen, Vereinen und neu hinzuziehenden Organisationen wird diese besondere Aufmerksamkeit in den nächsten Jahren noch steigern. Es mag ja sein, dass die Musik in den Hauptstädten der EU spielt, aber in Bonn sind die aus internationaler Zusammenarbeit entstehenden Symphonien eben besonders gut zu komponieren und zu hören.
Nähe zu Brüssel Nähe zu Global Players
Auch die geographische Lage Bonns kommt dem Zentrum für internationale Zusammenarbeit zugute. Nicht nur Deutschland liegt im Einzugsbereich, sondern eben auch die Benelux-Staaten und damit auch die europäische „Hauptstadt“ Brüssel. In Bonn hat man die Aufmerksamkeit für die Themen der internationalen Zusammenarbeit und kann dennoch gleichzeitig die politischen Beziehungen zur EU pflegen. Und bei vielen finanziell stets klammen NGO ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Aber auch die vielen Global Players unter den Firmen sind ein weiterer Pluspunkt für Bonn als Zentrum für internationale Zusammenarbeit. Zwischen Ruhrgebiet und Rhein/Main liegen fast 75% der größten deutschen Unternehmen. Und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, überstaatlichen Einrichtungen, NGO und privaten Firmen ist einer der größten Entwicklungspotenziale in der internationalen Politik. Bonn ist dafür eine hervorragende Bühne.
Gute Arbeitsbedingungen und schöne Umgebung
Bleibt das letzte Argument für Bonn: Stadt, Umgebung und Menschen bieten allen internationalen Institutionen exzellente Arbeitsbedingungen. Oder wie ein Kabarettist sagte: „Der Rhein, alles andere ist Ufer.“
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