Mit 3,8 Mio. Arbeitslosen hat Deutschland den niedrigsten Dezember-Stand seit 1995 erreicht. Das sind 700.000 Arbeitslose weniger als im Negativ-Rekordjahr 1997 unter der Regierung Kohl. Für 2001 rechnen die Experten - trotz des saisonbedingten Anstiegs im Januar - mit einem weiterem Absinken der Arbeitslosenzahl um mehr als 250.000 Menschen. Immer noch viel zu viele Arbeitslose, aber Deutschland ist auf dem richtigen Weg.
Besondere Erfolge kann die SPD-geführte Bundesregierung bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit durch das Sofortprogramm JUMP und bei Jobs für ältere Arbeitnehmer verzeichnen. Allein im Jahr 2000 ging die Anzahl von Arbeitslosen über 55 Jahre um fast 15% zurück. Und auch beim Ausbildungsmarkt, unter der Regierung Kohl noch von einem eklatanten Mangel an Ausbildungsplätzen geprägt, konnten im Jahr 2000 erstmals wieder mehr Ausbildungsplätze angeboten werden, als es Bewerber gab.
CDU und FDP versuchen, diese Erfolge zu leugnen, weil sonst der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit während ihrer Regierungszeit noch augenfälliger wäre. Die sinkende Arbeitslosigkeit, so die Opposition im Gleichklang mit konservativen Journalisten, sei gar kein Erfolg der Wirtschaftspolitik, sondern nur Folge der demographischen Entwicklung, sprich der angeblich sinkenden Nachfrage an Arbeitsplätzen durch eine älter werdende Gesellschaft. Diese politischen Nebelkerzen sind leicht zu widerlegen: Sank die Arbeitslosigkeit im Jahr 2000 um 210.000 Personen, stieg die Beschäftigung um fast 600.000 Menschen. Auch 2001 werden wieder 500.000 neue Jobs entstehen, lauten die Prognosen der Wirtschaftsinstitute. Dadurch bekommen auch Menschen Arbeit, die vorher gar nicht arbeitslos gemeldet waren. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen steigt also, noch nie waren in Deutschland so viele Menschen beschäftigt wie heute.
Experten wie Martin Hüfner, Chefvolkswirt der Hypovereinsbank, Martin Scheremet vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und der "Wirtschaftsweise" Jürgen Kromphardt schätzen sogar, dass die Bundesregierung die Arbeitslosenzahl mit ihrer Politik bis 2005 halbieren und dann eine Arbeitslosenrate wie in den USA erreichen wird. Kohl hat die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland in seiner Regierungszeit fast verdoppelt.