Newsletter 24/2001
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Aktuelle Themen aus der Bundespolitik
Uli Kelber, MdB

Nach der Pisa-Studie: Bildung neu denken.

Die Ergebnisse der Schulleistungsstudie, die Deutschland nur einen hinteren Platz einräumte, müssen zu Konsequenzen in Deutschland führen. Die Diskussion darf dabei nicht an den seit Jahrzehnten bestehenden ideologischen Gräben entlang geführt werden, sonst wird eine ganze Generation ihrer Chancen beraubt.

Besonders erschreckend ist dabei, dass in Deutschland die Bildungschancen stärker von der sozialen Herkunft abhängen als in jedem anderem Land. Auch sind alle Länder, die auf Ganztagsschulen und einen möglichst langen integrativen Unterricht (wie an Gesamtschulen) setzen, bei den Ergebnissen weit vor Deutschland gelandet. Wenn wir unseren Kindern eine echte Chance in einer Arbeitswelt geben wollen, die auf den Umgang mit Informationen beruht, dann muss Bildung wieder an erster Stelle stehen. Und insbesondere müssen die Kinder wieder nach ihren Möglichkeiten gefördert werden. Skandinavien kann Deutschland dabei als Beispiel dienen.

Eine wichtige Rolle spielt aber auch die Weiterbildung der Lehrer, um Lernschwächen bei Schülern früher zu erkennen und mit Methode anzugehen. Der Rückgang der Schülerzahlen in den nächsten Jahren kann genutzt werden, um mehr Geld pro einzelnen Schüler aufbringen zu können. Für moderne Gebäude, moderne Lernmittel und eine Top-Förderung.

 

### Fakten zur SPD-Politik, IV ###

Bafög ist wichtig, damit die Möglichkeit zu einem Studium nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Unter CDU/FDP wurde hier heftig gespart, 1998 wurden nur noch 340.000 Schüler und Studenten gefördert. Durch die Bafög-Reform der SPD wird die Zahl 2002 wieder auf 445.000 Schüler und Studenten steigen.

 

© 2001, Ulrich Kelber, SPD-MdB aus Bonn
http://www.kelber.de