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Glaubt man den Verlautbarungen einiger Gewerkschaftsfunktionäre in den letzten Wochen, dann ist in den letzten dreieinhalb Jahren eine unsozial gerechte Politik gemacht worden. Besonders auffällig sind dabei Funktionäre, die sich für die Übernahme von Vorstandsposten in den Gewerkschaften profilieren wollen.
Bei ihrer Kritik an der angeblichen „sozialen Schieflage“ der Steuerreform unterschlagen die Gewerkschaften viele wichtige Informationen. So werden die Erhöhungen von Kindergeld und Kinderfreibeträgen nicht berücksichtigt. Die Mindeststeuer für Einkommensmillionäre wird ebenso vergessen wie die Abschaffung vieler Steuerspartricks für Hochverdiener. Werden diese Dinge berücksichtigt, wird deutlich, dass vor allem Familien und geringe Verdienende von der SPD-Steuerreform mit einem Umfang von 50 Milliarden Euro pro Jahr profitieren.
Auch die Kritik an der Sparpolitik von Hans Eichel ist zu kurz gegriffen. Erst die sparsame Haushaltsführung hat wichtige neue Ausgaben wie höheres Kindergeld, höheres Wohngeld, höheres Bafög und höhere Ausgaben für Bildung ermöglicht. Außerdem haben in der Vergangenheit vor allem die Arbeitnehmer die Zinsen für die steigenden Staatsschulden über ihre Steuern bezahlen müssen, während die reichen Gruppen der Gesellschaft die Staatsanleihen als gute Geldanlage nutzten.
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