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60 Jahre Römische Verträge: Europa in Vielfalt geeint

Infobrief, 31.03.2017

Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden unterzeichneten am 25. März 1957 im italienischen Senatorenpalast – dem Kapitol – in Rom die danach benannten Römischen Verträge. Diese gelten als „Geburtsurkunde“ der Europäischen Union.

 

Die Europäische Union (EU) blickt auf eine turbulente Zeit zurück. Zugleich sind die von 2017 aus gesehenen historischen Fortschritte auf diesem Kontinent für die Menschen der Nachkriegszeit ein riesengroßer Glücksfall: Gesicherte Freiheit, Frieden, Toleranz und Solidarität, gute Nachbarschaft ohne Grenzen.

 

Die große Mehrheit der Menschen fühlt sich heute als Europäerinnen und Europäer, ohne darin einen Gegensatz zu ihrer Nationalität zu sehen. Ihnen geht es nicht nur um materielle Dinge, sondern auch um ideelle Werte. Es sind die Werte des Humanismus, der Aufklärung und der Sozialdemokratie. Daher lautet das Motto der EU zurecht „in Vielfalt geeint“.

 

Immer wieder muss deutlich werden, dass die europäische Perspektive kein Zusatz für nationale Politik ist. Denn die wichtigste nationale Politik ist der Bezug zu Europa. Schon 1866 forderten die Sozialdemokraten in ihrem ersten Programm „einen solidarischen europäischen Staat“! Sagen, wie etwas sein kann und sein soll, dabei Zuversicht ausstrahlend – das ist pro-europäisch. Behaupten, dass alles wieder so wird, wie es früher nie war und Angst verbreitend – das ist anti-europäisch.


Die europäische Gemeinschaft muss auf die Krisen unserer Zeit Antworten finden. Auch dafür bietet das Jubiläum der Römischen Verträge einen Anlass: In Zeiten von wachsendem Rechtspopulismus und Nationalismus in vielen Mitgliedstaaten der EU ist es wichtig, dass die Menschen Europa wieder vor Ort spüren. Daher muss der Fokus besonders auf ein soziales Europa gelegt werden. Die EU muss ihr Versprechen vom Wohlstand für alle endlich wahrmachen.

 

Es ist großartig, dass sich in den letzten Wochen viele Menschen in Europa zu den europäischen Werten bekennen. Vor allem junge Leute gehen dabei mutig voran. Die Politik muss mutig sein und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die EU bei den Herausforderungen der Zukunft handlungsfähig bleibt. Die Jugend braucht überall in Europa Perspektiven. Und es gilt, für konkrete Maßnahmen, wie die Einführung eines europäischen Mindestlohns einzutreten. Auch 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge lohnt es sich für Europa zu streiten: Denn wir alle sind Europa!

 

 



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