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SÜDTANGENTE

BONNER CDU SETZT WIEDER AUF NEUE FERNSTRASSE DURCH DOTTENDORF

 

Die CDU in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hält weiterhin an ihrem Vorschlag für eine neue Autobahnverbin-dung („Südtangente“) durch Kottenforst und Venusberg fest. Dottendorf wäre durch Lärm, Abgase und Landschaftszerstörung massiv betroffen. Eigentlich waren die vierzig Jahre alten Pläne schon endgültig beer-digt, weil die Autobahnverbindung auf Betreiben der Bonner SPD 2003 aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurde. Die CDU will dies rückgängig machen und die Autobahn in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufnehmen. Im März 2014 hat das CDU/CSU-geführte Bundesverkehrsministerium auf Betreiben der örtlichen CDU angekündigt, die Aufnahme tatsächlich zu prüfen.
 
„Es war ein Fehler, dass mit dem Ennertaufstieg und dem Venusbergtunnel für unsere Region
wichtige Infrastrukturmaßnahmen aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurden...“
(Wahlprogramm der Bonner CDU 2014)
 
Die CDU nennt die Planungen beschönigend „Südtangente“ und „Venusbergtunnel“. In Wirklichkeit ist es eine neue Fernstraßenverbindung mitten durch Bonner Wohn- und Naherholungsgebiete. Denn Voraussetzung für die Finanzierung durch den Bund ist eine Route für den Fernverkehr. Große Teile der Straße verliefen oberirdisch in unmittelbarer Nähe der Wohngebiete in Dottendorf und mitten durch unsere Erholungsgebiete.
Die Schädigung von Rheinaue, Venusberghang und Kottenforst wäre nicht wieder gut zu machen.
Der Bau der Südtangente bedeutet: 50.000 Autos täglich, hohe Abgasschlote für die Entlüftung, Tunnelportale und oberirdische Straßen zwischen Dottendorf und Friesdorf. Landschaftsbild-zerstörung durch große Brücken und offene Troglage. Am Ende würde der Bau dieser neuen Autobahnverbindung wohl mehr als eine Milliarde Euro kosten.
 
Die Bonner SPD lehnt diese Naturzerstörung ab.
Stattdessen will die Bonner SPD den bestehenden Autobahnring rund um Bonn ausbauen.
 
 
SÜDTANGENTEN-DEBATTE BLOCKIERT VERKERHRSPROJEKTE IN DER REGION
 
Die Südtangente löst keine der aktuellen Verkehrsprobleme. Frühestens im nächsten Jahrzehnt könnte mit dem Bau begonnen werden. Der Wert der Häuser und Grundstücke entlang der Trasse in Dottendorf würde aber sofort sinken, wenn die CDU einen entsprechenden Beschluss für den Bau der neuen Fernstraße durchsetzen könnte. Eine neue Autobahnverbindung quer durch Bonn bringt auch keine Entlastung anderer
Ortsteile. Im Gegenteil: Eher ist - vor allem bei Stau auf dem Kölner Ring - massiver Durchgangsverkehr durch Bonn zu befürchten. Das Festhalten der CDU an der Südtangente blockiert alle anderen wichtigen Verkehrsprojekte in der Region, weil das CDU/CSU-geführte Bundesverkehrsministerium angesichts fehlender Mittel natürlich nicht die „Südtangente“ und zusätzlich die anderen wichtigen Verkehrsprojekte aus unserer Region vorschlagen wird. Die Bonner SPD will dagegen den bereits bestehenden Autobahnring um Bonn (A 565 und A 59) auf volle drei Spuren ausbauen. Dann hätten die Anwohnerinnen und Anwohner endlich auch einen Anspruch auf modernen Lärmschutz. Das ist die realistische Perspektive, weil der Bund primär den Erhalt und Ausbau von Straßen als den Bau neuer Strecken finanziert.
 
Am nachhaltigsten wird die Debatte um die „Südtangente“ beendet, wenn die Flächen der geplanten Trassen endlich bebaut würden. Die Bonner SPD will an der Trasse eine Randbebauung mit einem geschützten und breiten Grünzug ermöglichen. Dies hat die Bonner CDU bisher immer wieder verhindert.
 

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