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Für Pänz



Die Bonner PPP-Stipendiatin Rebecca Scherrer (2002/2003)


Rebecca Scherrer Rebecca war die erste Schülerin, der ich über das Parlamentarisch Patenschaftsprogramm (PPP) einen Bildungsaufenthalt in den USA vermitteln konnte. Sie war in Oklahoma. Hier ihre Berichte über ihren Aufenthalt:

  1. Bericht vom 15.09. 2002
  2. Bericht vom 11.11. 2002
  3. Bericht vom 21.08. 2003
Sollten Sie Fragen an Rebecca Scherrer haben, dann leiten wir diese gerne an sie weiter: eMail

1. Bericht vom 15.09. 2002:


"Hey! Where do you come from? I love your pretty accent!"
"I'm from Germany."
"Wow, from Germany! That's great! So you're a foreign exchange student?"
"Yes."
"How long have you been here?"
"About a month."
"And how long will you stay?"
"'Til July 03."
"Wow! How do you like it so far?"

How do I like it? Diese Frage ist schwerer zu beantworten als die vorherigen.. Meine Standartantwort in kurzen Gesprächen ist: "It's great, it's funny!" Das ist es - aber da (virtuelles) Papier geduldig ist, nutze ich die Chance, um ein wenig genauer darauf einzugehen.

Momentan fährt meine Stimmung noch Achterbahn. Man könnte es so beschreiben: 16 Stunden lang bin ich happy - eine Stunde verbringe ich grübelnd und ein wenig betrübt. (Für die Rechner: Die fehlenden sieben Stunden bis 24 verbringe ich schlafend.) Wie man sieht, überwiegen die glücklichen Stunden! Seltsamerweise hat meine Schule einen nicht zu kleinen Anteil daran... Dort habe ich Chancen, die ich in Deutschland in dieser Form nicht hatte - jeden Tag Singunterricht in einem grossen Chor, jeden Tag Schauspielstunde (ich liebe Drama!!!) und Astronomieunterricht, Mitgliedschaft im Drama- und Frenchclub und tägliches Volleyballtraining (anstrengend!). Allerdings wäre es schlimm wenn mir die Schule nicht gefiele, schliesslich verbringe ich dort fast zehn Zeitstunden täglich (davon sind nur 45 Minuten Pause). Und der Unterricht ist echt hart - aber auch sehr leicht. Die Regeln sind streng: Wer viermal auch nur eine Minute zu spät kommt, hat eine Konferenz beim Schulleiter; Der Schulleiter schleicht in der Schule herum auf der Suche nach Mädels, die er wegen Nichteinhaltung des Dresscodes (man darf z.B. keinen Bauch sehen) nach Hause schicken kann.

Wer zwischen den Stunden auf dem Flur plaudernd stehenbleibt, wird angemotzt: "Walk and talk!" Auch in den Stunden werden wir hart rangenommen mit seitenweisen Notizen zum Auswendiglernen. Aber das ist auch wieder das Einfache: Auswendiglernen ist das A und O. Tatsächlich habe ich schon zweimal erlebt, dass die Lehrer in der Stunde vor dem Quiz Fragen und Antworten vorgelesen hat - ob die Schüler zu faul oder zu stolz sind mitzuschreiben, muss ich noch herausfinden.

Ich komme mir manchmal wirklich vor wie in einem amerikanischen Kinofilm. Viele meiner Vorstellungen von Amerika sind bestätigt worden: An jeder Ecke Fastfood-Restaurants, Stars and Stripes und massenweise Autos - doch das Seltsame ist: Es kommt mir ganz normal vor! Diese Dinge gehören hier einfach zum Leben dazu. Einige Vorurteile, die ich nicht voll und ganz bestätigen kann, haben viele "Amis" von sich selber: "Yes, we are fat and we don't really care about other countries." Ganz so würde ich es nicht sagen (die vielen Fragen, die ich gestellt bekomme, zeugen von einem grossen Interesse!), aber es stimmt schon, dass die Fernsehnews hauptsächlich über die USA berichten. Auch sind die wenigsten meiner Mitschüler schon mal außerhalb der USA gewesen (höchstens in Mexiko).

Doch alle träumen von einem Trip nach Deutschland und ganz Europa. Schwer für mich wird es, wenn ich die Frage gestellt bekomme: "How is Germany?" Kurze Frage, lange Antwort... Auf diese Frage könnte man einen Vortrag über deutsche Politik, Geschichte, Kultur und Alltag halten - doch das ist wohl zu lang. Und so stehe ich öfters vor der schweren Aufgabe, ganz Deutschland in zwei Sätzen zusammen zu fassen. Meistens frage ich, was genau den Frager interessiert... und so dreht sich das Gespräch oftmals um "Soccer, Beer and the Autobahn". Doch ich gebe mir Mühe auch ein paar andere Aspekte Deutschlands zu vermitteln - zum Beispiel, dass ich vielleicht zweimal jährlich typisch deutsche Gerichte esse. Gestern bin ich das erste Mal auf Hitler angesprochen worden: "Are you related to Hitler?... Just kidding!!!" "Just kidding" heisst soviel wie "Scherz!". Es ist gut, dass dieser Ausdruck hinter jeden Witz gehängt wird. Denn meist sprechen die Leute bei Witzen schneller und ich verstehe sie nicht - wenn dann ein "just kidding" folgt, muss man als Antwort einfach nur lachen... Amüsanter als die Hitler-Frage waren Fragen wie diese: "Habt ihr Eiscreme in Deutschland?", "Reitet ihr auch Pferde?", "Sprecht ihr dort deutsch?" Doch so dumm sind die Fragen gar nicht, wenn man bedenkt, dass ich hier das erste Mal Cheerleader in Aktion und Footballspiele gesehen habe - und dass ich noch nie einen Hamburger gegessen habe (was aber eher an mir liegt als an Deutschland...). Bei diesen "dummen" Fragen weiß ich wenigstens die Antwort genau (was bei Fragen nach der Durchschnitttemperatur und der Fahrleistung der Autos nicht der Fall ist). Eine Antwort weiss ich auch auf diese Frage: "Wo bist du lieber, in Deutschland oder hier?" "Im Moment bin ich glücklich hier zu sein und alles kennen zu lernen, aber für immer leben möchte ich in Deutschland (Europa)!"

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2. Bericht vom 11.11. 2002:


Wie lang ist ein Jahr?

Ist es zu kurz? Ist es zu lang? Geht es im Flug vorbei oder scheint es nie zu vergehen?

Diese Fragen stelle ich mir oft und meine Antworten fallen immer verschieden aus. Manchmal kann ich einfach nicht glauben, dass schon ueber ein Viertel meines Austauschjahres vergangen sind! Es gibt doch so viele Dinge zu entdecken, ich baue mir hier doch gerade ein neues Leben auf - und in weniger als zwei Monaten ist das Schulhalbjahr schon vorbei!

Es gibt jedoch auch Momente, in denen ich mir nicht vorstellen kann, weitere acht Monate auf meine gewohnte Umgebung zu verzichten.

Vor ein paar Wochen hatte ich grosses Heimweh. Mir fehlten Familie, Freunde und "mein Bonn". Ausserdem hatte ich einfach keine Lust mehr, frueh aufzustehen und immer abhaengig vom Auto meiner Gastmutter zu sein.

Frueher hab ich gerne auf die Stadtwerke geschwimpft - jetzt weiss ich, was fuer ein Segen oeffentliche Verkehrsmittel sind! Mein Heimweh ging uebrigens schnell vorbei. Natuerlich denke ich oft an meine Familie und Freunde und wuensche, ich koennte fuer nur ein Wochenende nach Deutschland fliegen. Ich wuerde sie so gerne sehen, druecken und mich mit ihnen unterhalten. Aber das geht natuerlich nicht.

Ich war nie an dem Punkt, dass ich lieber fuer immer nach Deutschland zurueckgekehrt waere, als hier zu bleiben. Ich bin immer froh, dieses Jahr hier verbringen zu koennen. Ich lerne so viele interessante Menschen und Dinge kennen und die Sprache faellt mir natuerlich auch immer leichter. Ich denke groesstenteils in Englisch, dennoch begegnen mir immer wieder Worte, die ich noch nie zuvor gehoert habe. Wie viele Woerter hat die englische Sprache eigentlich?

Ein ganz wichtiger Fortschritt in meiner "kulturellen Anpassung" ist, dass ich die Footballregeln verstehe! Teilweise jedenfalls. Letzte Woche habe ich mich tatsaechlich vor den Fernseher gesetzt, um ein OU-Spiel zu sehen. Manchmal setze ich mich auch tatsaechlich aufs Sofa und moechte Nachrichten sehen. Es passieren so viele wichtige Dinge im Moment... glaub ich jedenfalls. So viel kriege ich naemlich nicht mit von all den wichtigen News. Es gibt bestimmt sehr gute Nachrichtensendungen in einem der 80 Sender hier... doch irgendwie verpasse ich sie immer und werde stattdessen mit den neuesten Informationen ueber Winona Ryders Ladendiebstahlsprozess versorgt. Oder ich erfahre in den Weltnachrichten, dass jugendliche Maedchen Sport machen sollten, um gesund zu bleiben. Das ist mir ja ganz neu... Aber mit dem Sport ist das hier so eine Sache. Sport wird in der Schule Ernst genommen. Es ist eine Lebensaufgabe, um genau zu sein. Wer Sport macht, hat keine Zeit mehr fuer ein anderes Hobby, jeden Tag nach der Schule wird mehrere Stunden trainiert. Dafuer sind die Sportteams auch ziemlich gut. Die Volleyballsaison ist leider schon vorbei. Waehrend des naechsten Monats werde ich mir eine neue Nachmittagsbeschaeftigung (oh, die deutsche Sprache hat so schoen lange Woerter!) suchen. Vielleicht werde ich fuer das Musical vorsingen oder versuchen ins Fussballteam zu kommen. Fuer beides bleibt leider keine Zeit. Zeit ist sowieso so eine Sache. Die Jugendlichen hier sind sehr unter Stress und unter Druck. Fast Jeder hat einen Nebenjob, um Geld fuer Auto, Benzin und Versicherung zu verdienen. Wer ein Stipendium fuers College braucht, muss hart arbeiten. Und fast Jeder moechte so ein Stipendium. Dafuer muessen verschiedene Begabungs- und Wissenstests geschrieben werden, man muss schwere "Ehren-Kurse" belegen (Man will ja in die "Nationale Ehren-Gemeinschaft" kommen), ein wenig (geht ja gar nicht) Sport sollte man treiben, Mitgliedschaft in mehreren Clubs waere nicht schlecht (am Besten natuerlich als Praesident), man sollte sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren, immer gute Noten schreiben und bei alldem huebsch ausschauen, um auch gesellschaftlich erfolgreich zu sein. Natuerlich gibt es wenige Jugendliche, die das Alles so perfekt hinbekommen. Einige konzentrieren sich darauf, ein Stipendium fuer Football zu bekommen, andere tun gar nichts. Und Sonntags wird den gestressten Teenagern gepredigt, dass sie sich doch auf nichts anderes zu konzentrieren haben als auf Jesus, da sonst ihr Leben sinnlos ist... Bei einem solchen Leben kommt jedenfalls keine Langeweile auf. Oder?


Ich langeweile mich jedenfalls nicht. Ich habe zwar leider keine Gastgeschwister, aber meine Gasteltern sind sehr lieb. Einige Sitten hier sind anders als bei mir zu Hause, aber es ist ja der Sinn eines Austauschjahres, viele verschiedene Sitten kennenzulernen.

Meine Gasteltern nehmen mich oft mit zur Kirche und manchmal unternehme ich etwas mit Freunden. Ich liebe es, abends zu Hause Videos zu gucken. Gestern haben wir ein Video gesehen, dass in Grossbritannien spielte. Es hatte all die schoenen alten Gebaeude und viel Wald. Da bin ich doch ein wenig wehmuetig geworden. Warum habe ich frueher nie begriffen, wie schoen die Landschaft in meiner Heimat ist? Doch wenn ich in den letzten Tagen an Deutschland gedacht habe, wurde ich nicht traurig, sondern eher froh. Froh, dass ich jetzt hier bin und froh, dass ich im Sommer wieder zurueckkehre!

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3. Bericht vom 21.08.1003:

"Freundschaft - das ist wie Heimat", hat Kurt Tucholsky einmal gesagt. Ich war ein Jahr im Ausland; hatte sowohl Heimat als auch Freunde hinter mir gelassen und war offen, Neues kennen zu lernen. Ich wollte eine neue Heimat und neue Freunde finden. Nach den Erzählungen ehemaliger Austauschschüler sollte dies nicht schwer sein. Bei Vorbereitungen für das Auslandsjahr wurde die Erwartung geweckt, das bisher beste Jahr des Lebens vor sich zu haben. Probleme wie Heimweh und fehlende Integration wurden angesprochen, doch diese waren für uns zukünftige Austauschschüler eher leere Worte. Die meiste Zeit waren wir viel zu aufgeregt, an eventuelle schwere Stunden zu denken. Und so glitzerten die Abschiedstränen im letzten August hauptsächlich in den Augen der zurückbleibenden Freunde und Familienmitgliedern und weniger in denen der "Weltreisenden". Nach einem Flug über den Atlantik und weiterer Vorbereitung im Gastland wurden wir auf unsere zukünftige Familien losgelassen. Und hier beginnt die einzigartige Erfahrung jedes Austauschschülers. Ich berichte von meiner individuellen Erfahrung und muss zukünftige Austauschschüler warnen, Rückschlüsse auf ihren Auslandsaufenthalt zu ziehen. Denn meist kommt es anders als man es sich ausgemalt hat... bei mir jedenfalls. Ich war in Moore, einem Vorort von Oklahoma City, gelandet. Meine Gastfamilie bestand aus einer Pfarrerin und einem Rechtsanwalt ohne Kinder, zwei sehr netten Leuten. Mein Städtchen bestand hauptsächlich aus Franchise Fastfood Restaurants und Walmart, der führenden Amerikanischen Supermarktkette. Mit 2000 Schülern war meine Schule ziemlich groß und unübersichtlich. ich war froh über ein großes Angebot an Kursen und dem außerschulischen Sportangebot. Im Herbst spielte ich Volleyball. In dieser ersten Zeit war ich sehr zufrieden. Alles war neu und "so Amerikanisch" und in meiner Aufregung vermisste ich weder meine Heimat noch meine richtigen Freunde - beides weit weg auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans. Doch zu Jahresende wurde ich öfters mal wehmütig. Ich hatte die das Leben in den USA kennen gelernt - doch meins schien noch immer nicht komplett angepasst und Amerikanisch zu sein. Ich hatte erzählt bekommen, dass ich mich als Austauschschüler bald wie ein ganz normaler Amerikanischer Teenager fühlen würde. Mit dem Ende des ersten Halbjahres setzten Ängste ein, dass ich dieses Ziel nicht schaffen würde. Ich hatte hohe Ansprüche und setzte mich selber unter Druck mein Jahr perfekt zu machen. Ich belegte schwere Kurse, war aktiv und machte von Allem Bilder um es später dokumentieren zu können. Und konnte ich oft abends nicht einschlafen, weil nicht jedes Detail meiner Vorstellung entsprach. Ich hatte Angst, nicht mit den tollen Erfahrungen der anderen Austauschüler mithalten zu können und beschuldigte dafür die Tatsache, dass ich keine Gastgeschwister hatte und dass ich in Oklahoma war. Vielleicht war es normales Heimweh, dass sich bei mir in dieser Form geäußert hat. Vielleicht war es die "normale" Frustration zur Weihnachtszeit. Ich hatte keine Lust auf eine Weihnachtszeit ohne Schwestern oder Brüder. Doch dafür habe ich Advent in der Kirche erlebt und habe mit der Gemeinde und der Schule an vielen Hilfsaktionen teilgenommen. Rückblickend ist so eine neue Erfahrung mindestens so viel wert wie altbekannte Tradition, doch zu der Zeit war es nicht einfach auf liebgewonnene Menschen und Tätigkeiten zu verzichten. Im neuen Jahr wurde vieles einfacher. Endlich hatte ich richtig gute Freunde gefunden. Meine beste Freundin Ranna teilte meine Liebe zu Literatur, Singen und Reisen und auch mein Interesse für Politik und wir versuchten unser Bestes, in diesen Bereichen aktiv zu sein. Der musikalische Bereich wurde von unserem anspruchsvollen Schulchor abgedeckt, auf dem politischen Gebiet war ein wenig mehr Aufwand gefragt. Die Medien machten es einem nicht immer einfach, viel über Weltpolitik zu erfahren und auch in unserem Gebiet der USA war kritisches politisches Engagement nicht immer erwünscht, auch und gerade nicht zu Zeiten des Irak-Krieges. Sehr aufregend und interessant war aber die Teilnahme an den Model United Nations an der University of Oklahoma. In diesem Projekt repräsentieren die Schüler verschiedene Länder und müssen dann in den verschiedenen Abteilungen der UN über politische Themen diskutieren und Resolutionen einreichen, als wären sie in New York bei den echten Vereinten Nationen. Diese Woche hat mir ganz klar gezeigt, dass nicht "alle Amis dumm" sind. Einige Teenager waren sehr gut informiert und zeigten ein großes Interesse an Weltpolitik. Natürlich gibt es auch einige "Flachpfeifen" - aber gibt es die nicht überall?

Es ist seltsam für mich, nun die USA und ihre Bewohner zu verteidigen. Bevor meinem Auslandsaufenthalt war ich sehr kritisch Nordamerika gegenüber. Auch jetzt bin ich noch kein USA-Fan; das Land ist nicht perfekt. Dennoch finde ich die Meinungen einiger Europäer zu extrem. Nicht alle Amerikaner sind schlichtweg blöd und ignorant. Auch in Deutschland gibt es viel Unwissenheit anderen Ländern gegenüber. Wir werden auch nicht schlauer wenn wir sagen, dass Amerikaner dumm sind; es gibt uns höchstens ein besseres Selbstwertgefühl.

Es ist furchtbar schwer, etwas über ein Land und seine Bewohner zu sagen. Ich habe Oklahoma kennen gelernt und somit ganz andere Menschen und Auffassungen kennen gelernt als Schüler, die ein Jahr in Mississippi oder Pennsylvania verbracht haben.

Und doch, irgendwie sind die Menschen sich überall ungeheuer ähnlich. Eine meiner positivsten Erfahrungen ist, dass Jugendliche von überall her einfach Freunde sein können. Ich kenne Schüler von Brasilien, Chile, Dänemark, Italien, der Schweiz, Thailand, Frankreich, und und und... und sobald die Sprachbarriere überwunden ist, sind wir alle sehr gleich. Wir haben ähnliche Träume, Bedürfnisse und Ängste - dass unser Zuhause tausende Kilometer entfernt ist, vergisst man schnell. Oder eher gesagt, vergaß man schnell. Inzwischen sind wir alle wieder "daheim" und weit voneinander entfernt. Es ist unglaublich: Die Erde ist so groß - und doch so klein - und doch so groß... Wir standen uns so nahe und wissen nun nicht, ob wir uns jemals wiedersehen werden.

Genauso ist es mit den Amerikanischen Freunden. Nach der gemeinsamen Zeit war im Juli plötzlich alles vorbei und bevor wir es realisiert hatten, mussten wir "Goodbye" sagen. Das ist noch schwerer als das "Auf Wiedersehen" ein Jahr zuvor. Damals war das Wiedersehen sicher - doch wer weiß ob es ein "See you later" gibt? Ich möchte meinen Amerikanischen Freunden und Eltern danken. Sie haben mir in der Fremde Geborgenheit gegeben. In diesem Sinne ist Freundschaft wie Heimat. Beides gibt dir Sicherheit und Schutz. Ein tolles Gefühl. Zurück in Deutschland habe ich die tolle Kombination von Freundschaft, Familie und Heimat - und ein wenig Fernweh.

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