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Gute Arbeit sichern und schaffen

Infobrief, 27.04.2018

Ulrich Kelber

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Und da gibt es durchaus Grund zu feiern: Deutschland hat so viele tariflichvertraglich abgesicherte Vollzeitjobs wie noch nie, in vielen Branchen und für die Rentnerinnen und Rentner steigen gleichzeitig die Nettoeinkommen deutlich. Für viele Berufe und in vielen Regionen wird dringend nach MitarbeiterInnen gesucht, für junge Menschen gibt es in den meisten deutschen Städten und Gemeinden eine mehr als ausreichende Anzahl an Ausbildungsplätzen.

 

Auf diesen eindrucksvollen Erfolg ist die SPD stolz, aber darauf will und wird sich die SPD nicht ausruhen. Wir wollen gute Arbeit auch für die Zukunft sichern, soziale Berufe fairer entlohnen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, würdige Beschäftigung für Langzeitsarbeitslose schaffen und die Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt gestalten.

 

Im Koalitionsvertrag konnte die SPD durchsetzen, dass in Zukunft Beschäftigte vorübergehend Teilzeit nehmen, um anschließend wieder in Vollzeit zurückkehren zu können. Flexibilität für ArbeitnehmerInnen, nicht nur für Unternehmen, das ist für uns SozialdemokratInnen wichtig.

 

Die zu geringe Entlohnung sozialer Berufe, vor allem in Erziehung, Gesundheitsversorgung und Pflege, ist seit vielen Jahren ein Skandal. Ein Skandal, der sich jetzt - in Zeiten von Alternativen am Arbeitsmarkt - bitter durch das Fehlen von Fachkräften rächt, weil viel zu wenig junge Menschen sich für diese Berufe entscheiden und Ältere nach Möglichkeit früh aus dem Beruf ausscheiden. Diese Zuspitzung der Lage in der Pflege und den Krankenhäusern hat wohl dazu geführt, dass CDU/CSU die Vorschläge der SPD zur Verbesserung der Situation für die sozialen Berufe akzeptiert hat. Wir werden z.B. die Bezahlung in der Pflege verbessern und dafür sorgen, dass Tarifverträge gesetzlich allgemeinverbindlich erklärt werden, um überall durchgesetzt werden zu können. Die Ausbildung zu allen sozialen Berufen soll kostenlos und mittelfristig in einen dualen Ausbildungsberuf mit Bezahlung ab dem ersten Tag umgewandelt werden.

 


In Zukunft wird es viel weniger Befristungen von Arbeitsverträgen geben als heute. Das erleichtert vor allem jungen Menschen Planbarkeit. Das unbefristete, tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsverhältnis soll wieder der Regelfall sein.

 

Den Frauen und Männern, die trotz Rekordrückgang der Arbeitslosigkeit seit Jahren vergeblich nach einer Stelle suchen, wollen wir eine neue Perspektive geben. 150.000 Jobs werden wir auf einem „sozialen Arbeitsmarkt“ schaffen.

 

Durch Digitalisierung, Alterung der Gesellschaft, Zuwanderung und Automatisierung befindet sich unsere Arbeitswelt im Wandel. Niemand hat auf alle Fragen, die sich mit diesem Wandel stellen, schon heute eine Antwort. Aber wir wissen, dass wir Weiterbildung und Umschulung erleichtern und stärken müssen. Der Anspruch auf Weiterbildung muss schon bestehen, während man noch einen Job hat, sich die Branche aber massiv ändert. Und wir wollen die Zahl der Schulabbrecher noch weiter senken, z.B. durch ein flächendeckendes Programm zur Betreuung von Schülerinnen und Schüler, bei denen die Gefahr besteht, dass sie keinen Schulabschluss erreichen.

 

„Gute Arbeit“ nennt die SPD ihren Einsatz für faire Löhne, gesicherte Beschäftigung und Demokratie am Arbeitsplatz. Es ist und bleibt der Kern unserer Arbeit.



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