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Pro: Frauenquote in deutschen Aufsichtsräten

Lange habe ich mich mit der SPD für eine verbindliche Frauenquote in den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen eingesetzt. Seit diesem Jahr (2016) endlich müssen 108 deutsche Unternehmen eine Frauenmindestquote von 30 Prozent sukzessive umsetzen. So sieht es ein neues Gesetz vor, das von Familienministerin Manuela Schwesig und Justizminister Heiko Maas kommt. Aber die Frauenquote ist erst der Anfang für mehr Gleichberechtigung im Job.


Im Jahr 2012 waren 55% des Abiturjahrgangs weiblich, an den Universitäten stellen die Absolventinnen einen Anteil von 51%. Im krassen Missverhältnis dazu liegt der Frauenanteil in Top-Führungspositionen und in Aufsichtsräten – hier sind Frauen immer noch in der absoluten Minderheit. Diese Situation ist gesellschaftspolitisch nicht zu erklären.

 

Gemäß Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes hat der Staat die Aufgabe, die Gleichberechtigung beider Geschlechter zu fördern. Und genau dafür setze ich mich mit der SPD ein. Denn bis Frauen im Job die gleichen Chancen haben wie Männer ist es noch ein langer Weg. Nach wie vor verschließt ihnen der sogenannte Gläserne Deckel oft genug den Weg in die Führungsetagen deutscher Unternehmen. Bei gleicher Qualifikation wie ihre männlichen Kollegen werden Frauen  nach wie vor schlechter bezahlt und erhalten nicht dieselben Aufstiegschancen.

 

Arbeitsbedingungen für Frauen müssen insgesamt verbessert werden

 

Ein erster wichtiger Schritt um den Gläsernen Deckel zu entfernen, wurde im März 2015 geleistet, als der Bundestag den Gesetzentwurf von Schwesig und Maas zur Frauenquote in Aufsichtsräten beschlossen hat. Seit 2016 muss dieser von den deutschen Top-Unternehmen sukzessive umgesetzt werden. Die Frauenquote in DAX-Unternehmen bedeutet einen Kulturwandel in der Arbeitswelt, durch den top ausgebildete Frauen in großen Unternehmen mehr Chancen erhalten werden.

 

Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass nur eine Minderheit der Frauen von dieser Quote direkt profitieren wird. Aus meiner Sicht müssen wir die Arbeitsbedingungen für Frauen insgesamt verbessern – nicht nur in börsennotierten Unternehmen für potenzielle Managerinnen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie faire Entlohnung für gute Arbeit sind ein Thema für Frauen in allen Berufen - von der medizinischen Fachangestellten in der Arztpraxis nebenan bis zur IT-Expertin in einem mittelständischen Unternehmen.

 

Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer

 

Fakt ist: Frauen verdienen auch heute noch durchschnittlich 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Bei gleicher Qualifikation wohlgemerkt! Damit schneidet Deutschland auch im Vergleich zu den europäischen Nachbarn schlecht ab. EU-Weit liegt der Lohn-Gap bei 18 Prozent.

 

Die Frauenquote ist also ein erster wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung, der hier noch lange nicht zu Ende ist. Zusammen mit der SPD setze ich mich daher für weitere Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein, sowie dafür, die immer noch bestehenden Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern abzubauen.



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